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Unfall beim Überholen in Schwalmtal-Waldniel

Drei Leichtverletzte und zwei kaputte Autos nach Zusammenstoß auf der L3. Landwirtschaftliches Fahrzeug verursachte Stau, 22-jähriger Schwalmtaler überholte.

Foto: Depositphotos

Schwalmtal-Waldniel (ost)

Drei Personen wurden leicht verletzt, zwei Autos wurden beschädigt und es entstand Flurschaden – das ist das Ergebnis eines Unfalls, der sich bereits am Freitagnachmittag auf der Straße Am Wasserturm, der L3, zwischen Hehler und der Ungerather Straße ereignet hat.

Ein landwirtschaftliches Fahrzeug fuhr gegen 15.30 Uhr von Hehler in Richtung Rickelrath mit geringer Geschwindigkeit. Hinter ihm hatte sich eine Schlange von Autos gebildet. Ein 22-jähriger Schwalmtaler entschied sich, mehrere Autos und das landwirtschaftliche Fahrzeug zu überholen. Ein 42-jähriger Fahrer aus Wermelskirchen, der weiter vorne in der Schlange fuhr, wollte nach links in einen Feldweg abbiegen. Ohne zu überprüfen, ob jemand überholte oder nicht, kam es zum Zusammenstoß der beiden Autos. Sowohl die beiden Fahrer als auch der 45-jährige Beifahrer im abbiegenden Auto, der ebenfalls aus Wermelskirchen stammt, wurden leicht verletzt.

Die Erntezeit, in der vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind, ist in vollem Gange. Oft sind diese Fahrzeuge langsamer als die jeweils auf den Landstraßen erlaubte Höchstgeschwindigkeit.

Bei den Verkehrsteilnehmern, die auf vier oder zwei Rädern unterwegs sind, ist Geduld und Vorsicht gefragt. Viele Abschnitte auf den Landstraßen eignen sich nicht oder nur bedingt zum Überholen. Wenn es jedoch möglich ist, schauen Sie bitte genau hin. Beim Überholen oder Abbiegen gilt die doppelte Rücksichtspflicht. Das bedeutet: Zuerst ein Blick nach hinten, Blinker setzen, erneut umschauen – und dann erst ausscheren oder abbiegen.

Der Appell der Polizei lautet: Werden Sie nicht ungeduldig, wenn ein Traktor vor Ihnen auftaucht. Überholen Sie nur, wenn es die Verkehrssituation zulässt, und denken Sie daran, sich unmittelbar vor dem Ausscheren noch einmal zu vergewissern, dass niemand von hinten kommt. /hei (573)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Fälle (2,74%) und auf Autobahnen wurden 6.889 Unfälle verzeichnet (1,08%). Es gab insgesamt 450 Todesfälle, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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