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Unna: Versuchter Raub in Lippstadt

Tatverdächtige treffen auf Polizeibeamten in der Freizeit. Am Freitagnachmittag versuchten ein Syrer und eine Jugendliche einen Mann auszurauben. Der Geschädigte entpuppte sich als Polizeibeamter.

Foto: Depositphotos

Lippstadt (ost)

Am Freitagnachmittag (12. Juni 2026) haben ein 25-jähriger Mann aus Syrien, der in Wadersloh lebt, und eine 16-jährige Jugendliche aus Unna versucht, einen Mann in einem Supermarkt an der Marktstraße in Lippstadt zu berauben.

Die beiden hatten jedoch kein Glück: Der Mann, den sie ausrauben wollten, war ein Polizeibeamter der Polizeiwache Lippstadt, der zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Dienst war.

Nach bisherigen Informationen sprachen die beiden den Mann gegen 16:15 Uhr im Supermarkt an. Der 25-Jährige zog eine schwarze Waffe heraus und forderte unter Vorhalt der Pistole Geld. Der Mann kam der Forderung nicht nach, woraufhin die beiden Verdächtigen zu Fuß aus dem Supermarkt flohen.

Der Polizist informierte sofort seine Kollegen und begann, die Flüchtigen zu verfolgen. Er konnte den Einsatzkräften eine Beschreibung der Personen sowie die Richtung, in die sie flohen, geben. Als die Verdächtigen auf der Langen Straße einen Streifenwagen sahen, liefen sie in die Luchtenstraße in Richtung Woldemei.

Gemeinsam mit dem Mann konnten die Einsatzkräfte die beiden Verdächtigen kurz darauf auf einem Parkplatz an der Luchtenstraße stellen. Beide wurden vorläufig festgenommen.

Am Ort der Festnahme fanden die Beamten zwei Papiertüten sowie insgesamt vier schwarze Spielzeugpistolen. Zwei der Waffen waren Revolver, die Knallgeräusche erzeugen können, und die anderen beiden waren Softairpistolen. Außerdem wurde passende Munition entdeckt. Die Spielzeugwaffen sehen echten Schusswaffen in Form, Farbe und Größe ähnlich und waren teilweise schussbereit. Alle Gegenstände wurden sichergestellt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Raubes übernommen.

Wichtige Informationen der Polizei:

Obwohl eine Spielzeugpistole ein Spielzeug ist, kann sie in einer bedrohlichen Situation wie eine echte Waffe wirken und dadurch lebensgefährliche Konsequenzen haben.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten registrierten Raubüberfällen im Jahr 2023 – 12625 – liegt Nordrhein-Westfalen ebenfalls an der Spitze.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.270 12.625
Anzahl der aufgeklärten Fälle 6.473 7.478
Anzahl der Verdächtigen 8.073 9.103
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.238 8.213
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 835 890
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.590 4.163

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 im Jahr 2022 auf 443 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Darunter waren 458 männliche Verdächtige und 60 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 596 männliche und 75 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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