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Unsichtbare Verkehrsteilnehmer in Oberhausen

Autofahrer hatten am Dienstag erneut mit unsichtbaren Verkehrsteilnehmern zu kämpfen. Eine Frau auf einem E-Scooter und eine Mutter mit Baby im Kinderwagen wurden übersehen.

Foto: Polizei Oberhausen
Foto: Presseportal.de

Oberhausen (ost)

Am Dienstag (17.03.) hatten Autofahrer in Oberhausen erneut mit einem altbekannten Phänomen zu kämpfen: Unsichtbare Verkehrsteilnehmer.

Während klares Wetter und bestes Tageslicht herrschten, fuhr eine 46-jährige Frau um 10:25 Uhr mit einem E-Scooter auf dem „Fahrradschutzstreifen“ auf der Wörthstraße – also jener Linie auf der Fahrbahn, die im Alltag oft als Auto-Fahrstreifen, Haltezone mit Warnblinklicht oder einfach als dekoratives Element angesehen wird.

Als ein 42-jähriger Autofahrer in Höhe der Hausnummer 5 in einen Hinterhof abbiegen wollte, übersah er die Frau auf dem Scooter vollständig. Die 46-Jährige wurde erfasst, vom Fahrzeug zu Boden geschleudert und prallte – glücklicherweise mit Helm – auf den Gehweg. Der E-Scooter hatte weniger Glück: Er wurde komplett überrollt und zerstört.

Vor Ort behandelte ein Rettungswagen die Frau. Angesichts des Schadensbildes kann man hier durchaus von „Glück im Unglück“ sprechen – sie wurde tatsächlich nur leicht verletzt.

Auch im zweiten Fall lässt sich von ähnlicher „glücklicher Unsichtbarkeit“ berichten: Um 13:25 Uhr wollte eine 34-jährige Mutter mit ihrem Baby im Kinderwagen einen Fußgängerüberweg auf der Dorstener Straße überqueren. Zur gleichen Zeit bog ein 53-jähriger Autofahrer mit seinem Pkw auf die Straße ein.

„Stopp! Stopp!“ rief die Frau – dennoch kam es zur Kollision. Die Mutter wurde leicht verletzt, der Kinderwagen nur leicht beschädigt und blieb – zum Glück – aufrecht. Dem Baby ist nichts passiert.

Ein kurzer Blick (Foto) auf den zuvor überrollten E-Scooter lässt erahnen, was sonst hätte passieren können.

Beide Autofahrer gaben anschließend an, die jeweiligen Verkehrsteilnehmer nicht gesehen zu haben – wie das bei Unsichtbaren eben so ist…

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Fälle aus, was 2.13% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 3764 Fällen (0.59%) vergleichsweise gering. Die meisten Unfälle, nämlich 556792 (87.36%), waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 (2.74%) und auf Autobahnen 6889 (1.08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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