Ziviler Einsatztrupp nimmt mutmaßliche Drogenhändler vorläufig fest. Beamte entdeckten Drogen, Pfefferspray und eine Machete im Auto.
Verkehrskontrolle: Kokain und Machete gefunden

Hagen-Mitte (ost)
Während einer Verkehrskontrolle entdeckten Polizeibeamte des zivilen Einsatztrupps der Kriminalpolizei in Hagen in der Nacht zum Freitag (05.06.2026) in einem Fahrzeug Drogen, Pfefferspray und eine Machete. Um etwa 00.30 Uhr fielen den Beamten während einer Streifenfahrt am Graf-von-Galen-Ring ein Auto auf, in dem sich ein 32-jähriger Mann und ein 17-jähriger Jugendlicher auf dem Beifahrersitz und auf der Rücksitzbank befanden. Beide waren den Beamten als Drogenhändler am Hauptbahnhof bekannt. Als sie dem Fahrzeug folgten, bemerkten sie, dass einer der Insassen sich mehrmals umdrehte und das zivile Einsatzfahrzeug offenbar erkannt hatte. Bei einer späteren Verkehrskontrolle in der Funckestraße entdeckten die Beamten, dass die Person auf der Rücksitzbank einen großen Gegenstand unter der Jacke verbarg. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein großes Pfefferspray handelte. Im Fußraum des Fahrzeugs fanden die Beamten ein weiteres Reizstoff-Spray und eine Machete. Sie forderten den 32-jährigen Mann, den 17-jährigen Jugendlichen und die 32-jährige Fahrerin auf, aus dem Auto auszusteigen und legten ihnen Handschellen an. Bei der Durchsuchung der Kleidung der Fahrerin entdeckten die Beamten eine beträchtliche Menge Betäubungsmittel, vermutlich Kokain. Ein Drogenvortest bei ihr war positiv, daher musste sie eine Blutprobe abgeben. Die beiden Männer wurden aufgrund bestehender Haftgründe vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegalen Kokainhandel mit Waffen übernommen. (sen)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367 und stieg im Jahr 2023 auf 57879. Von den Verdächtigen waren 2022 49610 männlich, 6757 weiblich und 16655 nicht-deutsch. Im Jahr 2023 waren 51099 Verdächtige männlich, 6780 weiblich und 18722 nicht-deutsch. Im Vergleich zur Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023, Nordrhein-Westfalen mit 73917 Fällen, zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung in der Drogenkriminalität in dieser Region.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








