Erstmals gemeinsame Kontroll- und Präventionsaktion am 19. August 2026. Ziel: Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Prävention, Aufklärung und Verkehrsüberwachung.
Verkehrssicherheit durch gemeinsamen Einsatz von Polizei Bochum und Stadt Witten

Witten (ost)
Erstmals gemeinsame Kontroll- und Präventionsaktion am 19. August 2026
Am Mittwoch, 19. August 2026, führen die Polizei Bochum und die Stadt Witten erstmals einen gemeinsamen Schwerpunkteinsatz zum Thema “Verhalten von Radfahrenden und E-Scooter-Nutzenden” im Straßenverkehr durch. Der Einsatz findet in der Zeit von 7 bis 15 Uhr im Wittener Stadtgebiet statt und verbindet Prävention, Aufklärung und konsequente Verkehrsüberwachung.
Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Hintergrund ist, dass insbesondere die Nutzung falscher Verkehrsflächen Nutzerinnen und Nutzer von Rad und E-Scooter immer wieder zu gefährlichen Situationen und Konflikten führt.
Die Verkehrsüberwachung der Stadt Witten, die mit ihren Fahrradstreifen im Einsatz ist, wird schwerpunktmäßig Verstöße im Zusammenhang mit dem Parken auf Radwegen sowie anderen unzulässig genutzten Verkehrsflächen kontrollieren. Das Ordnungsamt der Stadt Witten überprüft darüber hinaus das ordnungsgemäße Abstellen von E-Scootern im Innenstadtbereich. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Nutzung der vorgesehenen Abstellzonen für Leih-E-Scooter.
Die Polizei Bochum setzt ihren Schwerpunkt sowohl auf Prävention als auch auf Repression. Auf dem Rathausplatz informieren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte an einem Informationsstand über die richtige Nutzung der Verkehrsflächen durch Radfahrerinnen und Radfahrer sowie alle, die mit einem E-Scooter unterwegs sind.
Gleichzeitig werden im gesamten Stadtgebiet gezielte Kontrollen von Rad- und regulären Streifen durchgeführt und Verstöße konsequent geahndet.
Gerade Menschen auf E-Scootern fallen regelmäßig dadurch auf, dass sie verbotswidrig Gehwege oder Fußgängerzonen befahren.
“Ein E-Scooter hat auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone nichts verloren”, sagt PHK Tobias Krampen. “Jeder Verkehrsteilnehmende ist verpflichtet, sich nicht nur mit seinen Rechten auseinanderzusetzen – ein rücksichtsvolles Miteinander ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft!”
Die Notwendigkeit solcher Präventions- und Kontrollmaßnahmen wird durch die Verkehrsunfallentwicklung unterstrichen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei Bochum 473 Verkehrsunfälle mit Rad- und Pedelecfahrenden, bei denen 50 Menschen schwer verletzt wurden. Ein erheblicher Teil der Unfälle ist auf Fehlverhalten im Straßenverkehr zurückzuführen und damit vermeidbar.
Mit dem gemeinsamen Einsatz setzen die Polizei Bochum und die Stadt Witten ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit. Beide Behörden beabsichtigen, derartige Schwerpunktaktionen künftig regelmäßig durchzuführen und die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Gemeinsames Ziel ist es, Regelverstöße frühzeitig zu erkennen, Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren und so langfristig die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. 3.764 Unfälle, also 0,59%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








