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Verkehrsunfall zwischen Traktor und Pkw in Bergheim-Rheidt

Feuerwehr Bergheim alarmiert wegen Frontalzusammenstoß. Fahrer verstirbt trotz aufwendiger Rettungsmaßnahmen.

Foto: Feuerwehr Bergheim
Foto: Presseportal.de

Bergheim (ost)

Die Feuerwehr der Kreisstadt Bergheim wurde am Mittwoch, 15. Juli 2026, um 13:58 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall – eingeklemmte Person“ auf die B477 in Bergheim-Rheidt alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde das Einsatzstichwort bestätigt.

Vor Ort bot sich den ersten Einsatzkräften ein äußerst schweres Unfallbild. Aus bislang ungeklärter Ursache war es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Traktor und einem Pkw gekommen. Durch die Wucht des Aufpralls war der Traktor teilweise auf den Pkw aufgefahren und kam auf diesem zum Stillstand. Ein Reifen des Traktors stand dabei auf dem Fahrzeug, wodurch der Fahrer des Pkw massiv eingeklemmt wurde.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr leiteten umgehend eine technische Rettung ein. Aufgrund der erheblichen Deformation des Fahrzeugs und der außergewöhnlichen Lage des Traktors konnte die eingeklemmte Person jedoch mit den an der Einsatzstelle vorhandenen Rettungsgeräten zunächst nicht erreicht werden.

Zur Unterstützung wurde deshalb der Rüstzug der Berufsfeuerwehr Köln mit einem Feuerwehrkran, sowie einem Rüstwagen nachalarmiert. Nach dem Eintreffen des Krans wurde dieser unverzüglich in den Einsatz gebracht. Der Traktor konnte angehoben werden, sodass der stark deformierte Pkw mithilfe einer Seilwinde rückwärts unter dem Traktor herausgezogen werden konnte. Erst anschließend war ein Zugang zum Fahrer möglich.

Für den Fahrer des Pkw kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der anwesende Notarzt konnte nach der Befreiung nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Neben dem tödlich verletzten Pkw-Fahrer wurden eine Zeugin sowie ihr Kind, die den Unfall miterlebt hatten, durch den Rettungsdienst aufgrund des erlittenen Schocks in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Der Fahrer des Traktors wurde ebenfalls rettungsdienstlich untersucht und betreut, musste jedoch nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle, stellte den Brandschutz sicher und half bei der Betreuung und Versorgung der Verletzten. Die B477 waren zwischen Rheidt und der Auffahrt zur B59n voll gesperrt.

Im Einsatz befanden sich die Kräfte der Feuer- und Rettungswache Bergheim, sowie die ehrenamtlichen Einheiten Niederaußem, Rheidt-Hüchelhoven und Quadrath-Ichendorf. Ebenfalls eingesetzt waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt, sowie die Berufsfeuerwehr Köln mit einem Feuerwehrkran und einem Rüstwagen. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Bergheim oblag bei Brandamtsrat Jörg Bodewig. Unterstützt wurde er durch den Leiter der Feuerwehr Torsten Flemm und Pressesprecher Thomas Junggeburth.

Nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle an das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei zur weiteren Unfallaufnahme übergeben. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. Zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In Ortslagen innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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