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Verkehrsunfallzahlen in Oberhausen

Am 11. März 2026 stellte das Polizeipräsidium die Verkehrsunfallzahlen für 2025 vor. Insgesamt gab es 8.338 Verkehrsunfälle, der höchste Wert der letzten zehn Jahre.

Foto: Rene Anhuth, Polizei Oberhausen
Foto: Presseportal.de

Oberhausen (ost)

Das Polizeipräsidium Oberhausen hat am Mittwoch, den 11. März 2026, die Verkehrsunfallzahlen für das Jahr 2025 vorgestellt.

Gesamtzahl der Verkehrsunfälle

Im Jahr 2025 wurden in Oberhausen insgesamt 8.338 Verkehrsunfälle registriert, was 117 mehr sind als im Vorjahr (2024: 8.221). Dies ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Ein wichtiger, aber sicherlich nicht der einzige Grund, ist die steigende Verkehrsdichte in Oberhausen. Die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Oberhausen ist erneut deutlich gestiegen. Insgesamt gab es im Jahr 2025 132.933 Fahrzeuge, was 677 mehr sind als im Vorjahr.

Nicht nur Autos spielen eine Rolle bei den Unfällen: Pedelecs, Fahrräder und E-Scooter sind aus dem Mobilitätsbereich in Oberhausen nicht mehr wegzudenken. Mit der steigenden Anzahl verschiedener Verkehrsteilnehmer steigt auch das Unfallrisiko.

Die Hauptursachen für Unfälle sind weiterhin Fahrfehler. Dazu gehören beispielsweise Fehler beim Abbiegen oder Wenden, das Missachten von Vorfahrt und Vorrang, zu geringer Abstand beim Fahren und überhöhte Geschwindigkeit.

Die Unfallhäufigkeitszahl (Anzahl der Verkehrsunfälle je 100.000 Einwohner) liegt im Jahr 2025 insgesamt bei 3.950 und ist im Vergleich zum Vorjahr um 55 gestiegen (2024: 3.894).

Unfälle mit leichten Sachschäden

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit leichten Sachschäden stieg im Jahr 2025 um 96 auf 7.593. Im Jahr 2024 gab es insgesamt 7.497 dieser leichten Unfälle.

Unfälle mit schweren Sachschäden

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit schweren Sachschäden ist zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren gesunken. Im Jahr 2025 gab es insgesamt 104 dieser Verkehrsunfälle, während es im Vorjahr 147 waren. Das sind immerhin 29 Prozent weniger Unfälle mit schweren Sachschäden.

Verletzte im Straßenverkehr

Die Anzahl der Verletzten stieg im Jahr 2025 um insgesamt 8 Prozent auf 699 (2024: 650). Im Bereich der leichtverletzten Personen im Straßenverkehr gab es einen Anstieg: Im Jahr 2025 gab es 634 Leichtverletzte, im Jahr zuvor waren es 588. Das sind 46 mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der schwer verletzten Personen nach einem Verkehrsunfall in Oberhausen ist leicht gestiegen. Im Jahr 2025 gab es insgesamt 63 Schwerverletzte, während es im Vorjahr 60 waren.

Zwei Personen starben in Oberhausen nach einem Verkehrsunfall. Im Jahr 2024 waren es ebenfalls zwei Todesopfer.

Verletzte Kinder

Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern, weshalb die Verkehrssicherheitsberatung der Polizei Oberhausen ein wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit ist. Sie führen verschiedene Maßnahmen durch, damit Kinder frühzeitig ein sicheres und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr erlernen. Dennoch kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Kindern.

Im Jahr 2025 wurden 71 verunglückte Kinder registriert. Die Anzahl stieg um 13 im Vergleich zum Vorjahr (2024: 58). Ein Kind wurde auf dem Weg zur Schule verletzt (2024: 0). Im Jahr 2025 gab es drei mehr Fahrradunfälle als im Vorjahr (2025: 11; 2024: 8). Es kam zu 22 Unfällen, bei denen Kinder als Fußgänger unterwegs waren. Im Jahr 2024 waren es mit elf die Hälfte weniger. Die Anzahl der verunglückten Kinder als passive Teilnehmer an einem Unfall, z. B. im Auto, ist hingegen gesunken. 26 Kinder wurden verletzt. Das sind sechs weniger als im Jahr 2024 (32).

Verletzte Jugendliche

Alle 15- bis 17-Jährigen gehören zur Gruppe der Jugendlichen. Die Anzahl der verunglückten Jugendlichen sank im Jahr 2025 um einen auf insgesamt 33 (2024: 34).

Positiv zu vermerken ist, dass vier Jugendliche weniger als im Vorjahr als Fußgänger im Straßenverkehr verletzt wurden (2025: 3; 2024: 7).

Verletzte junge Erwachsene

Alle Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren zählen zur Gruppe der jungen Erwachsenen. Im Jahr 2025 wurden 83 junge Erwachsene bei Verkehrsunfällen verletzt. Das sind acht weniger als im Vorjahr.

Von den verletzten jungen Erwachsenen wurden acht als Fahrradfahrer verletzt (2024: 3) und vier als Pedelec-Fahrer (2024: 1). Insgesamt wurden 18 junge Erwachsene im Jahr 2025 als passive Straßenverkehrsteilnehmer verletzt (2024: 24). Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahr.

Verletzte Seniorinnen und Senioren

Die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Seniorinnen und Senioren betrug im Jahr 2025 109. Das sind 18 mehr als im Vorjahr (2024: 91).

Dabei wurden 17 bei Fahrradunfällen verletzt (2024: 15). 21 Verletzte waren als Pedelec-Fahrende registriert. Das sind fünf mehr als im Vorjahr (2024: 16).

Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen über Unfälle mit Pedelecs und liegt sicherlich auch an der steigenden Beliebtheit von motorisierten Fahrrädern. Für die Polizei Oberhausen ist dies ein Anlass, das Angebot an Pedelec-Trainings weiter auszubauen.

Insgesamt wurden 18 Fußgängerinnen und Fußgänger dieser Altersgruppe im Jahr 2025 verletzt (2024: 27). 13 Seniorinnen und Senioren waren passiv in Unfälle verwickelt. Im Jahr 2024 waren es zwölf.

Verletzte motorisierte Zweiradfahrende

Im Jahr 2025 gab es 87 Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern, drei mehr als im Vorjahr (2024: 84). Die Anzahl der verunglückten motorisierten Zweiradfahrenden blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 68 (2024: 68).

Verletzte Radfahrende

Die Anzahl der verunglückten Radfahrenden stieg im Jahr 2025 auf 151 (2024: 135).

E-Scooter-Unfälle

Im Jahr 2025 wurden 86 E-Scooter-Unfälle registriert (2024: 68). Insgesamt wurden 49 E-Scooter-Fahrende verletzt (2024: 39). Davon waren 46 leicht verletzt (2024: 35) und drei schwer verletzt (2024: 4). Sechs Unfälle waren auf Alkohol- oder Drogenkonsum zurückzuführen (2024: 10).

In 46 Fällen wurden die E-Scooter-Fahrenden als Unfallverursacher identifiziert (2024: 45). In 26 Fällen war ein Auto am Unfall beteiligt (2024: 26), in 13 Fällen war kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt (2024: 14). 2025 waren vier Fußgänger an Unfällen beteiligt (2024: 3). Außerdem war 2025 ein Radfahrer in einen Unfall mit einem E-Scooter verwickelt (2024: 2).

Die Altersspanne der E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzer bei Unfällen in Oberhausen ist breit gefächert. Sieben Kinder bis 14 Jahre wurden in Unfälle verwickelt (2024: 5). Acht Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren (2024: 4). 13 Heranwachsende (18 bis 24 Jahre) waren an Unfällen mit einem E-Scooter beteiligt (2024: 13).

19 Erwachsene (25 bis 64 Jahre) waren in Unfälle verwickelt (2024: 16). Zwei verunglückte E-Scooter-Fahrer waren Senioren (2024: 1).

Unfallfluchten mit Personenschaden

Die Ermittler des Oberhausener Verkehrskommissariats gehen den Fällen von Unfallfluchten mit Personenschaden mit besonderer Priorität nach, bei denen die beteiligten Fahrzeugführer einfach den Unfallort verlassen, ohne sich um die Verletzten zu kümmern.

Im Jahr 2025 gab es 64 solcher Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden und die Fahrzeugführer weiterfuhren.

Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um fünf Fälle und liegt auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren (2024: 59; 2023: 69).

Die Aufklärungsquote von Unfallfluchten mit Personenschaden lag 2025 bei 60,9 Prozent (2024: 62,7 Prozent). Das bedeutet, dass weiterhin mehr als die Hälfte der Unfallfluchten mit Personenschaden in Oberhausen aufgeklärt wird.

Alkohol und Drogen am Steuer

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss in Oberhausen lag 2025 mit 88 Fällen deutlich niedriger als im Vorjahr. 2014 waren es 135 Verkehrsunfälle.

Im vergangenen Jahr waren 59 Fahrzeugführer alkoholisiert an einem Verkehrsunfall beteiligt (2024: 88). Insgesamt wurden 29 Personen positiv auf Drogen getestet (2024: 47).

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betrafen 3.764 Fälle, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% entspricht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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