Die Einführung der ,,Lehrfeuerwache“ sorgt für praxisnahe und strukturierte Ausbildung im Brandschutz, um Nachwuchskräfte optimal vorzubereiten.
Voerde: Feuerwehr Dinslaken strukturiert Ausbildung neu

Dinslaken (ost)
Die Feuerwehr Dinslaken stellt die Ausbildung ihrer hauptamtlichen Nachwuchskräfte im Brandschutz neu auf. Mit der Einführung der ,,Lehrfeuerwache“ wird die Wachausbildung künftig strukturierter und praxisnäher gestaltet. Bei einigen Feuerwehren wird unter dem Begriff „Training on the job“ bereits ein ähnliches Konzept umgesetzt, bei dem ein Löschfahrzeug fast komplett durch Auszubildende besetzt wird und am Einsatzgeschehen teilnimmt. Angehende Feuerwehrleute, also sogenannte Brandmeisteranwärterinnen und -anwärter werden in einer 18-monatigen Ausbildung auf den Einsatz in Feuerwehr und Rettungsdienst vorbereitet. Bereits ausgebildete Notfallsanitäter*innen können diese Ausbildung auf 13 Monate verkürzen. Die schulischen Ausbildungsinhalte werden an den Feuerwehrschulen in Duisburg und Bocholt durchgeführt. Die praktische Ausbildung findet dann in einem mehrmonatigen Wachpraktikum in Dinslaken statt. Dabei liegt der Fokus darauf, Theorie und Praxis gezielt zu verbinden, um Anwärterinnen und Anwärter optimal auf den Einsatzdienst vorzubereiten. Gemeinsam mit zwei Ausbildern besetzen die Brandmeisteranwärter*innen ein Löschfahrzeug im Tagesdienst von 8:00 bis 16:00 Uhr. Neben Sporteinheiten, praktische als auch theoretische Einheiten, wird das Fahrzeug auch bei kleineren, weniger kritischen, Einsätzen, z.B. Tragehilfen für den Rettungsdienst oder bei glimpflichen Verkehrsunfällen eingesetzt. Zusätzlich soll bei entsprechenden Einsätzen auch mit den Feuerwehren in Hünxe und Voerde zusammengearbeitet werden, sodass das Ausbildungsfahrzeig bei Bedarf auch im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe eingesetzt werden kann. Das Thema Ausbildung wird bei der Feuerwehr Dinslaken von Sachbearbeiter Brandamtmann Andreas Jühlke verantwortet. Jühlke und sein Team erhalten seit dem Oktober letzten Jahres tatkräftige Unterstützung. Hauptbrandmeister Christian Traud und Robin Altbürger sind seitdem in der Funktion des Gruppenführer-Ausbilders eingesetzt. Neben ihrer Funktion im Einsatzdienst als Führer eines Löschfahrzeugs oder als Notfallsanitäter auf einem Rettungswagen, sorgen die Gruppenführer-Ausbilder dafür, dass die Thematik Aus- und Fortbildung einen hohen Stellenwert im Wachalltag einnimmt. Während im Rettungsdienst schon seit geraumer Zeit Praxisanleiter eingesetzt werden und auch vom Einsatzdienst freigestellt sind, um die praktische Ausbildung von Notfallsanitätern zu betreuen, fehlt im Brandschutz ein entsprechendes Pendant. So ist ein Verdienst aller Kolleginnen und Kollegen, dass das Projekt Lehrfeuerwache erfolgreich in die Abläufe auf der Feuer- und Rettungswache implementiert werden konnte. Bürgermeister Simon Panke überzeugte sich persönlich von dem gelungenen Konzept der Lehrfeuerwache, freute sich über diese Höherentwicklung in der Ausbildung und dankt allen, die das Projekt ermöglichen. Die Feuerwehr Dinslaken zeigt sich einmal mehr als attraktiver Arbeitgeber und trägt zu einer hohen Einsatzbereitschaft der Nachwuchskräfte bei.
Quelle: Presseportal








