Die Polizei zieht Bilanz über Verkehrskontrollen im Kreis Borken. Mehrere Fahrer wurden unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestoppt und entsprechende Verfahren eingeleitet.
Vreden: Verkehrskontrollen im Kreis Borken

Kreis Borken (ost)
Am Samstagnachmittag stand ein Fahrzeug in Vreden an einer Ampel an der B70 in Richtung Alstätter Straße und fuhr trotz Grünlicht nicht los. Ein Augenzeuge sprach den Fahrer an und bemerkte, dass dieser offensichtlich eingeschlafen war. Nach dem Gespräch setzte der Mann seine Fahrt fort. Der Zeuge informierte die Polizei und verfolgte das Fahrzeug durch Vreden. Die Beamten trafen den Fahrer an. Der Mann schien unter dem Einfluss von Alkohol zu stehen. Er verweigerte den Atemalkoholtest und wurde zur Polizeiwache gebracht. Dabei leistete er den Polizisten Widerstand. Auf Anordnung eines Richters nahmen die Beamten den Beschuldigten nach der Blutentnahme in Gewahrsam. Gegen den Mann wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
In der Nacht zum Montag trafen Polizeibeamte in Bocholt auf einen betrunkenen Pedelecfahrer. Der Mann versuchte zunächst, mit seinem Fahrrad zu fliehen. Trotz Ansprache durch die Beamten setzte er seine Fahrt fort und flüchtete. Kurz darauf konnte der Mann gestoppt werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille. Es wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.
In der vergangenen Woche stoppten die Polizeikräfte insgesamt 11 Verkehrsteilnehmer, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilgenommen hatten. In allen Fällen wurde den Fahrern eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Beamten leiteten entsprechende Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Im Detail:
Im Norden des Kreises registrierte die Polizei keinen Alkoholverstoß. In Gronau und Ahaus waren zwei Fahrer unter Drogeneinfluss, in Vreden einer.
Im Süden des Kreises fuhr neben dem genannten Fall kein weiterer Fahrer unter Alkoholeinfluss. In Bocholt, Reken und Isselburg stoppten die Beamten jeweils einen Fahrer, in Borken in zwei Fällen Fahrer, die unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug lenkten.
Die Polizei appelliert erneut eindringlich: Finger weg von Alkohol und Drogen! Wer berauscht am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet sich und andere – egal, ob man mit dem Auto, dem Pedelec, dem Fahrrad oder einem E-Scooter unterwegs ist. Schon geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen. Es drohen empfindliche Strafen oder der Entzug der Fahrerlaubnis. In vielen Fällen wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. (sb)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen im Zeitraum von 2022 bis 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle darstellt. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








