Die Polizei im Kreis Höxter warnt vor vermehrten Taschendiebstählen in Einkaufsmärkten. Ein 90-jährige Frau wurde bestohlen, die Täter nutzen unbeobachtete Momente aus.
Warburg: Taschendiebstahl in Einkaufsmarkt – Polizei warnt

Warburg (ost)
Seit einigen Wochen kommt es im Kreis Höxter wieder vermehrt zu Taschendiebstählen. Die Polizei appelliert deshalb an die Bevölkerung: Bleiben Sie aufmerksam, auch in Einkaufsmärkten.
Zuletzt wurde am Donnerstag, 26. Februar, eine 90-jährigen Frau in einem Einkaufsmarkt an der Hauptstraße in Warburg bestohlen. Gegen 11 Uhr entwendete man ihr unbemerkt die Geldbörse samt Inhalt. Neben einer dreistelligen Summe Bargeld befanden sich auch verschiedene Karten in dem Portemonnaie.
Auch in den Wochen davor wurden aus dem ganzen Kreisgebiet mehrere Taschendiebstähle bei der Polizei angezeigt, die sich in Supermärkten und Discountern ereignet haben.
Daher warnt die Polizei: Offene Handtaschen, sichtbare Portemonnaies oder abgestellte Taschen kommen Dieben gerade recht. Sie nutzen dabei unbeobachtete Momente. „Häufig reicht eine kleine Ablenkung, ein Anrempeln oder kurzes Ansprechen: Ein unbemerkter Griff, schon ist die Geldbörse weg“, erklärt Albert Ecke. Fachberater für Kriminalprävention bei der Polizei in Höxter.
Vor allem bei Menschenansammlungen, auf Märkten und beim Einkauf kommt es immer wieder zu Taschendiebstählen. Häufig bleiben diese Taten unaufgeklärt, da viele Opfer die fehlende Geldbörse erst beim Bezahlen an der Kasse bemerken.
Kriminalhauptkommissar Albert Ecke rät dazu: „Nehmen Sie nur so viel Bargeld wie nötig mit und behalten Sie ihre Taschen und Wertgegenstände gut im Blick“. Weitere Tipps und Hinweise gibt es bei der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Höxter, Telefon 05271/962-1351 oder im Internet unter www.polizei-beratung.de.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 1980 auf 2725 stieg, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 1897 relativ konstant. Davon waren 1442 männlich und 455 weiblich, wobei die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 1284 auf 1520 anstieg. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit insgesamt 39.519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang, wobei im Jahr 2022 29667 Fälle registriert wurden, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Trotzdem bleibt Nordrhein-Westfalen eine Region mit einer hohen Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








