Polizisten stoppen Autofahrerin, die Lachgas konsumiert und gefährlich fährt. Ermittlungsverfahren eingeleitet, Führerschein beschlagnahmt.
Warendorf: Gefährdung im Straßenverkehr – Lachgas während der Fahrt

Warendorf (ost)
Am Montag (09.03.2026) führten Polizisten in Ahlen eine Verkehrskontrolle durch.
Auf der Gerichtsstraße fiel ihnen eine Autofahrerin auf, die während der Fahrt etwas aus einem Ballon einatmete und an einer Ampel anhalten musste. Ein Polizist gab ihr das Zeichen, erneut anzuhalten und den Wagen zu stoppen. Die 23-jährige Fahrerin beschleunigte zunächst stark, sodass die Reifen quietschten, und bemerkte den Beamten mit der Kelle erst spät. Er musste zur Seite springen, die Kelle berührte die Windschutzscheibe, bevor die Fahrerin anhielt. Als sie ausstieg, rollte das Auto weiter, bis die Beamten sie darauf aufmerksam machten und den Wagen sicherten.
Während der Kontrolle zeigte die 23-jährige Fahrerin deutliche Anzeichen für den Konsum von berauschenden Substanzen. Im Fußraum fanden die Polizisten einen leeren Ballon, die Verpackung einer Lachgaskartusche und eine ungesicherte Kartusche. Auch die 21-jährige Beifahrerin stieg aus.
Der Führerschein der jungen Fahrerin wurde beschlagnahmt und ihr die Weiterfahrt untersagt. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Es sei darauf hingewiesen, dass das Fahren unter dem Einfluss von Lachgas gemäß §316 Absatz 1 des Strafgesetzbuches (StGB) strafbar ist. „Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.“
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden beliefen sich auf 13.559, was 2,13% der Gesamtunfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 3.764 Fälle aus, was 0,59% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle summierten sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








