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Warendorf: Unfallhäufungsstellen und Verkehrssicherheit

Der Polizeibeirat informierte sich über die Arbeit der Unfallkommissionen zur Reduzierung von Straßenverkehrsunfällen und Minderung von Unfallfolgen.

Das Bild zeigt den Polizeibeirat v. l. n. r.: Felix Asselmann (CDU), Dennis Dinter (AfD), Guido Gutsche (CDU), Elke Duhme (CDU), Landrat Dr. Olaf Gericke, Ursula Mindermann (Bündnis 90/ Die Grünen), Henrich Berkhoff (CDU), die Vorsitzende Sophia Maschelski-Werning (SPD), Knud Vöcking (Die Linke), Stephan Goß (FWG), Polizeihauptkommissar André Korten, Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider
Foto: Presseportal.de

Warendorf (ost)

Die Frühjahrssitzung des Polizeibeirats fand kürzlich statt. Neben der Entwicklung der Kriminalität informierte sich der Beirat über die Arbeit der Unfallkommissionen.

Zu Beginn präsentierten Landrat Dr. Olaf Gericke und Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider Daten aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und der Verkehrsunfallstatistik 2025. Sie informierten über einen leichten Anstieg der Straftaten um 1,7 % auf 14.692. Auch die Kriminalitätshäufigkeit (Straftaten pro 100.000 Einwohner) stieg leicht an, blieb jedoch deutlich unter dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen. Die Aufklärungsquote lag bei über 55 %. Während die Diebstahlsdelikte leicht zunahmen, ging die Anzahl der bekannt gewordenen Betrugsfälle zurück. Der Landrat betonte, dass sich die Kriminalitätsentwicklung stabilisiert habe und es keine größeren Ausreißer gegeben habe.

Die Analyse der Verkehrsunfalllage ergab ebenfalls keine besonderen Auffälligkeiten. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg um 64 auf insgesamt 941. Entsprechend stieg auch die Anzahl der Verunglückten um 52. Fünf Menschen kamen tödlich ums Leben (im Vergleich zu 13 im Jahr 2024), während 143 schwer verletzt wurden. 1.014 Menschen erlitten leichte Verletzungen, 60 mehr als im Vorjahr. Um die Verkehrsunfälle zu bekämpfen, werden die repressiven Maßnahmen und Präventionsprojekte fortgesetzt, so Dr. Olaf Gericke und Polizeidirektorin Mersch-Schneider.

Das Ziel der Arbeit der Unfallkommissionen ist es, Straßenverkehrsunfälle zu reduzieren und die Folgen von Unfällen zu minimieren. Polizeihauptkommissar André Korten erklärte, dass die Polizei Unfallhäufungsstellen identifiziert, indem sie Unfalldaten erfasst und auswertet. Diese werden dann der Unfallkommission gemeldet. Die Kommission analysiert, wo sich Unfälle häufen und warum dies geschieht. Wenn beispielsweise an einer Stelle innerhalb eines Jahres drei Unfälle desselben Typs passieren, wird dies als Unfallhäufungsstelle identifiziert. Die Unfallkommission, bestehend aus der Straßenverkehrsbehörde, dem Straßenbaulastträger und der Polizei, berät über mögliche Maßnahmen zur Verbesserung. Dies können Änderungen der Verkehrsregeln, wie Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Fahrbahnmarkierungen, sein. Auch bauliche Veränderungen sind möglich, um die Unfallgefahren zu minimieren. Korten berichtete eindrucksvoll von einem Beispiel aus Oelde, wo durch die Errichtung eines Zauns an einer Kreuzung außerhalb der Ortschaft die Sicht auf die Vorfahrtsstraße so eingeschränkt wurde, dass keine Unfälle dieses Typs mehr passierten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle. Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 55.296 Unfälle innerorts (8,68%), 17.437 außerorts (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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