Zwei Insassen flüchten nach Unfall, leisten Widerstand gegen Polizei. Fahrer mit Haftbefehl festgenommen, Blutprobe entnommen.
Warendorf: Verkehrsunfall auf der B51 – Fahrer ohne Führerschein unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Münster (ost)
Früh am Samstagmorgen (15.08., 5:46 Uhr) sind zwei Personen, die alkoholisiert und unter Drogeneinfluss standen, nach einem Unfall auf der Bundesstraße 51 in Richtung Warendorf an der Abfahrt zur Dyckburgstraße zunächst geflohen. Später widersetzten sie sich den Polizeibeamten, die sie festgenommen hatten. Gegen den Fahrer lag ein Haftbefehl vor.
Nach ersten Ermittlungen fuhren der 35-jährige Fahrer und seine 31-jährige Beifahrerin auf der B51 in Richtung Warendorf. Kurz vor der Ausfahrt zur Dyckburgstraße kollidierte das Fahrzeug des Mannes mit dem Anpralldämpfer und dann mit der Leitplanke. Durch den Aufprall geriet das Auto ins Schleudern und kam entgegen der Fahrtrichtung am rechten Fahrbahnrand der Ausfahrt zum Stehen.
Zeugen alarmierten die Polizei. Die Beamten bemerkten am Unfallort, dass zwei Personen über die Warendorfer Straße und die angrenzenden Bahngleise in ein Waldstück liefen.
Weitere Einsatzkräfte konnten die 31-Jährige im Waldstück festnehmen. Sie versuchte, die Polizisten zu kratzen und beleidigte sie.
Der 35-jährige Mann flüchtete währenddessen über Gärten an der Mondstraße und den Prozessionsweg, bis er von weiteren Einsatzkräften an der Bushaltestelle “Tannenhof” gestellt wurde. Bei seiner Festnahme und Durchsuchung leistete der Münsteraner mehrmals Widerstand, indem er versuchte, sich zu befreien und die Beamten mit Kopfstößen zu verletzen. Außerdem beleidigte er sie.
Bei einer Befragung gaben beide Verdächtigen an, Alkohol und Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Die Atemalkoholtests ergaben bei der Frau aus Lengerich einen Wert von knapp 1,9 Promille und beim Münsteraner Fahrer knapp 1,5 Promille. Ein hinzugezogener Arzt entnahm beiden eine Blutprobe.
Es stellte sich heraus, dass gegen den 35-Jährigen ein Haftbefehl vorlag und er keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Er befindet sich mittlerweile in Haft.
Die 31-jährige Beifahrerin mit türkischer Staatsbürgerschaft und der 35-jährige Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft werden nun einem umfassenden Strafverfahren unterzogen.
Aufgrund von auslaufenden Betriebsstoffen musste das Fahrzeug ausgehoben werden, um die Verunreinigung des angrenzenden Erdreichs zu beseitigen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 56367 auf 57879. Im Jahr 2023 gab es 51099 männliche Verdächtige, 6780 weibliche Verdächtige und 18722 nicht-deutsche Verdächtige. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Insgesamt gab es 45 Verkehrstote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte. In der Ortslage ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%).
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








