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Warnung vor Sextortion in Kreis Wesel

Täter nutzen soziale Netzwerke, um Opfer zu erpressen. Schützen Sie sich und melden Sie Vorfälle der Polizei.

Foto: unsplash

Kreis Wesel (ost)

Verbrecher knüpfen Verbindungen über TIKTOK, Dating-Apps oder andere soziale Netzwerke, bauen Vertrauen auf und überreden ihre Opfer dazu, intime Bilder oder Videos auszutauschen.

Danach wechseln sie oft zu Instagram oder anderen Plattformen, um Zugriff auf die Kontaktliste zu erhalten. Mit diesem Zugriff drohen die Verbrecher, die intimen Aufnahmen an Freunde, Familienmitglieder oder Arbeitskollegen zu schicken, wenn nicht sofort gezahlt wird.

Die Verbrecher verlangen als Zahlungsmittel Codes von Paysafecards, Tankstellen-Guthabenkarten oder anderen Einzelhändlern. Diese Zahlungsmethoden sind für Kriminelle besonders attraktiv, da sie schnell eingelöst werden können und schwer zurückverfolgbar sind.

Die Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Wesel appelliert eindringlich an Betroffene, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Täter rechnen bewusst mit der Scham ihrer Opfer.

Schützen Sie sich, indem Sie vorsichtig bei Online-Bekanntschaften sind, besonders wenn der Kontakt sehr schnell persönlich oder intim wird.

Senden Sie keine intimen Fotos oder Videos an Personen, die Sie nur aus dem Internet kennen.

Schützen Sie Ihre Privatsphäre, indem Sie Ihre Kontaktlisten und Social-Media-Profile möglichst nicht öffentlich machen. Wechseln Sie nicht schnell zu anderen Plattformen, wenn Ihr Gesprächspartner dies vorschlägt.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken.

Falls Sie Opfer einer Sextortion geworden sind, schämen Sie sich nicht. Genau dieses Schamgefühl nutzen die Täter gezielt aus.

Sichern Sie Beweise, z.B. durch Screenshots der Unterhaltung, der Forderung und der Benutzerprofile. Zahlen Sie nicht. Eine Zahlung beendet die Erpressung normalerweise nicht. Im Gegenteil, wer bezahlt, muss oft mit weiteren und höheren Forderungen rechnen. Brechen Sie den Kontakt ab, melden Sie die Täterprofile auf der jeweiligen Plattform und blockieren Sie die entsprechenden Konten.

Wenden Sie sich an Ihre Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de oder bei Ihrem Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz unter der Telefonnummer 0281/1074420.

SE/

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29.667 Fälle registriert, wobei 7.667 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6.623, darunter 4.478 männliche und 2.145 weibliche Verdächtige. 2.072 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 21.181 Fälle von Cyberkriminalität gemeldet, wobei 8.126 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 7.062, darunter 4.726 männliche und 2.336 weibliche Verdächtige. 2.159 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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