Drei schwere Raubüberfälle in Werl nach Verkauf von iPhones über Kleinanzeigen. Täter setzen Pfefferspray ein und flüchten.
Werl: Raubüberfälle nach Kleinanzeigen, Tatverdächtige ermittelt

Werl (ost)
In Werl ereigneten sich am 12. August, 24. September und 30. September 2026 drei Raubüberfälle, bei denen jeweils ein iPhone unter Verwendung von Pfefferspray gestohlen wurde.
In allen drei Fällen boten die Opfer ein iPhone über eine Online-Kleinanzeigenplattform zum Verkauf an. Die Täter gaben sich als potenzielle Käufer aus und trafen sich mit den Verkäufern in Werl.
Der erste Vorfall fand am 12. August 2026 am Bahnhof in Werl am Nachmittag statt. Ein Opfer aus Bielefeld übergab sein Handy einem unbekannten Täter zur Begutachtung.
Dieser sprühte dann Pfefferspray auf das Opfer und flüchtete mit dem Handy.
Am 24. September 2026 wurde ein Opfer aus Hamm zu einem Mehrfamilienhaus in Werl bestellt. Dort warteten zwei Täter auf ihn. Nachdem das Opfer sein iPhone übergeben hatte, sprühten die Täter ebenfalls Pfefferspray auf ihn und flüchteten dann in unbekannte Richtung.
Am 30. September 2026 kam es zu einem weiteren Raubüberfall. Ein Mann aus Hagen fuhr mit seinem 15-jährigen Sohn nach Werl, um ein iPhone an einen vermeintlichen Käufer zu verkaufen. In einem Wohngebiet wurden sie von zwei Tätern erwartet. Auch in diesem Fall setzten die Täter Pfefferspray ein und flüchteten mit dem Handy.
Bei umfangreichen Ermittlungen konnten zwei Verdächtige identifiziert werden, die für die letzten beiden Raubüberfälle verantwortlich sein sollen. Es handelt sich um einen 15-jährigen und einen 20-jährigen Werler.
Der 20-Jährige wurde am Freitag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.
Ein weiterer Verdächtiger konnte bisher nicht ermittelt werden. Er soll etwa 17 bis 18 Jahre alt sein und dunkle Haut haben.
Die Polizei sucht nun Zeugen, die Informationen zu der unbekannten Person oder zu den einzelnen Raubüberfällen machen können. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02921/9100-0 oder auf jeder Polizeidienststelle entgegen.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062. Davon waren 4478 männlich, 2145 weiblich und 2072 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 mit 22125 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








