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Werne: Goldhändler in Lünen angegriffen

Unbekanntes Duo wirft Gullydeckel in Schaufenster, festgenommen am Bahnhof.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0276

In der Nacht vom 29. auf den 30. März haben zwei unbekannte Personen die Schaufensterscheibe eines Goldhändlers in der Bäckerstraße in Lünen mit einem Gullydeckel beschädigt. Kurz danach wurde die Fensterscheibe eines anderen Geschäfts in der Münsterstraße auf die gleiche Weise zerstört. Während der sofortigen Fahndung konnten die Polizisten kurz darauf eine Frau und einen Mann vorläufig festnehmen.

Am Sonntag, dem 29. März, wurden die Polizisten gegen 23:45 Uhr zu einem Geschäft eines Goldhändlers in der Bäckerstraße gerufen. Beim Eintreffen war das Sicherheitsglas der Schaufensterscheibe gebrochen. Ein Gullydeckel lag unter dem zerbrochenen Fenster auf dem Boden. Es wurde nichts gestohlen. Zeugen hatten beobachtet, wie zwei Personen vom Tatort wegliefen.

Nur kurze Zeit später, am Montag, dem 30. März, gegen 00:45 Uhr, wurden die Polizisten erneut alarmiert. Dieses Mal ging es zu einem Geschäft in der Münsterstraße. Wieder wurde eine Fensterscheibe mit einem Gullydeckel zerstört. Es gab Hinweise auf zwei Personen, die in Richtung des Lüner Hauptbahnhofs geflohen waren.

Kurz darauf trafen die Polizisten am Hauptbahnhof auf einen Mann und eine Frau, die der Beschreibung entsprachen. Bei der ersten Befragung machten beide widersprüchliche Aussagen. Da ihre Identität vor Ort nicht eindeutig festgestellt werden konnte, wurden sie zur Polizeiwache gebracht. Die anschließende Überprüfung ergab, dass es sich bei den Verdächtigen um einen 24-jährigen Mann aus Hamm und eine 37-jährige Frau aus Werne handelte.

Zusätzlich fanden die Polizisten bei der Durchsuchung des Mannes eine gestohlene Bankkarte und stellten sie sicher. Die Frau hatte Betäubungsmittel bei sich. Auch diese wurden beschlagnahmt.

Da es keine besonderen Gründe für eine Untersuchungshaft gab, wurden beide nach Abschluss aller Maßnahmen von der Polizeiwache entlassen. Gegen die beiden Verdächtigen leiteten die Polizisten mehrere Strafanzeigen ein. Unter anderem wegen versuchten besonders schweren Diebstahls, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Ermittlungen zum genauen Tathergang, zur Tatbeteiligung und zur Herkunft der Bankkarte dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkonsum registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023 stieg, stieg auch die Gesamtzahl der Verdächtigen von 56367 auf 57879. Unter den Verdächtigen waren 49610 Männer und 6757 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 Männer und 6780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Nordrhein-Westfalen bleibt weiterhin die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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