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Witten: Verkehrspolizei zieht Bilanz nach „2-Wheeler“ Kontrollen

Die Verkehrsinspektion in Bochum führte einen erfolgreichen Schwerpunkteinsatz zur Sicherheit von Zweiradfahrern durch. Trotz bekannter Gefahren wurden zahlreiche Verstöße festgestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Foto: Depositphotos

Bochum, Herne, Witten (ost)

Am Dienstag, den 2. Juni, führte die Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Bochum gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei einen Schwerpunkteinsatz mit dem Titel „2-Wheeler“ durch. Der Fokus lag auf der Sicherheit von Zweiradfahrern – vom herkömmlichen Fahrrad und modernen Pedelec über E-Scooter bis hin zu motorisierten Krafträdern.

Zweiradfahrer gehören zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmern und haben ein überdurchschnittlich hohes Risiko, bei Unfällen schwer verletzt zu werden. Das Ziel des Aktionstages war es daher, das Bewusstsein für Gefahren bei allen Beteiligten zu schärfen und Fehlverhalten konsequent zu bestrafen. Auch Autofahrer, die Zweiradfahrer gefährdeten, wurden kontrolliert.

Die Polizei zieht folgende Bilanz: Insgesamt wurden 213 Verstöße wegen zu hoher Geschwindigkeit festgestellt. Trotz der bekannten Gefahren nutzen immer noch viele Verkehrsteilnehmer während der Fahrt ihr Smartphone. Vier Autofahrer und ebenfalls vier Fahrradfahrer wurden erwischt, weil sie während der Fahrt ihr Handy benutzten. In zwei Fällen wurde das Rotlicht an Ampeln missachtet. Insgesamt wurden 29 Personen wegen allgemeinem Fehlverhalten auf einem „2-Wheeler“ gestoppt und bestraft.

Neben den genannten Verkehrsverstößen mussten die Beamten auch mehrere Strafverfahren einleiten: Ein E-Scooter-Fahrer war unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und eine Blutprobe angeordnet. In drei Fällen stoppte die Polizei Fahrzeuge, die nicht über einen gültigen Versicherungsschutz verfügten. Gegen die Fahrer wurden Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz erstellt.

Bei der Kontrolle eines Pkws machten die Einsatzkräfte zudem einen gefährlichen Fund. In der Seitentür des Fahrzeugs befand sich ein griffbereites Messer, das gemäß dem Waffengesetz verboten ist. Das Messer wurde beschlagnahmt und der Fahrer erwartet ein entsprechendes Strafverfahren.

Die Polizei Bochum ist mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden, betont jedoch die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Auch in Zukunft wird die Verkehrsinspektion regelmäßig gezielte Kontrollen in Bochum, Herne und Witten durchführen, um die Sicherheit auf unseren Straßen nachhaltig zu verbessern und schwere Unfälle zu verhindern.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen gab es 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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