Ein Karton entzündete sich in der Küche, die Mieterin brachte ihn ins Bad. Drei Personen wurden gesichtet, benötigten aber keine weitere Versorgung.
Wohnungsbrand in Paderborn-Elsen

Paderborn (ost)
(sg) Ein gemeldeter Wohnungsbrand an der Sander Straße in Paderborn-Elsen führte im Berufsverkehr zum Feierabend zu erheblichen Behinderungen. Durch das besonnene Handeln der Mieterin wurde ein größerer Sachschaden verhindert.
Paderborn-Elsen
Um 16:24 Uhr am frühen Abend wurde die Feuerwehr Paderborn mit dem Stichwort Feuer 3 – Wohnungsbrand in den Paderborner Ortsteil Elsen gerufen. Anrufer meldeten, zwei Zimmer einer Wohnung an der Sander Straße stünden in Vollbrand. Die Leitstelle für den Brandschutz und den Rettungsdienst des Kreises Paderborn alarmierte daraufhin die beiden hauptamtlichen Feuer- und Rettungswachen, die ehrenamtlichen Einheiten Elsen und Sande sowie den Rettungsdienst.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, war Rauch aus einem Fenster im ersten Obergeschoss zu sehen. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen sofort in die Brandwohnung vor. Anders als zunächst gemeldet, befand sich der Brand in einem Badezimmer.
Die Mieterin hatte Brandgeruch in ihrer Wohnung bemerkt. In der Küche der Wohnung war aus ungeklärter Ursache ein Karton in Brand geraten. Die Mieterin brachte den Karton geistesgegenwärtig ins Badezimmer und unternahm erste Löschversuche, die sie wegen der Rauchentwicklung jedoch abbrechen musste. Die Überreste des Kartons wurden vom Angriffstrupp mit einem Strahlrohr gelöscht. Gleichzeitig entrauchten die Kräfte den Treppenraum des Gebäudes und die Brandwohnung mithilfe eines Überdrucklüfters.
Der alarmierte Rettungsdienst untersuchte drei Personen, die zunächst über eine Reizung der Atemwege geklagt hatten. Nach einer eingehenden Untersuchung der Patienten war keine weitere Versorgung notwendig.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes kontrollierten die Kräfte alle fünf Wohneinheiten mit einem Mehrgasmessgerät. Da in der Umgebungsluft keine erhöhten Werte gemessen wurden, konnten die Bewohner des Hauses nach dem Einsatzende in ihre Wohnungen zurückkehren.
Zeitweise befanden sich sechs Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern, zwei Einsatzleitwagen und ein Rettungswagen an der Einsatzstelle. Die Polizei übernahm die Absicherung der Einsatzstelle und begann mit den Ermittlungen zur Brandursache. Von der Feuerwehr waren 55 Einsatzkräfte vor Ort.
Quelle: Presseportal








