Polizei stoppt Fahrzeug mit blockiertem Hinterrad aufgrund erheblicher Geräuschentwicklung und Funkenflug, Fahrer erwartet Bußgeld und Punkt im Fahreignungsregister.
Wülfrath: Verkehrsunsicherer Ford Fusion gestoppt

Wülfrath (ost)
Während einer Verkehrskontrolle zogen Einsatzkräfte des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Mettmann am Mittwochmorgen, dem 15. Juli 2026, in Wülfrath ein stark verkehrsunsicheres Auto aus dem Verkehr.
Um 9 Uhr führten Polizisten Verkehrskontrollen im Stadtgebiet durch, als ein auffälliger Ford Fusion die Kontrollstelle passierte. Das Fahrzeug erregte Aufmerksamkeit aufgrund eines ungewöhnlich lauten Geräuschs und einem starken Geruch von verbranntem Gummi und Metall. Die laufende Kontrolle wurde abgebrochen und die Verfolgung aufgenommen.
Obwohl das Auto zunächst außer Sicht geriet, konnten die Beamten ihm anhand einer deutlichen Schleifspur auf der Straße und des weiterhin wahrnehmbaren Geruchs folgen. Kurz darauf entdeckten sie den Ford Fusion erneut und bemerkten Funkenflug aus dem linken hinteren Radkasten.
An der Wilhelmstraße wurde das Fahrzeug schließlich gestoppt und überprüft. Die Ursache für die lauten Geräusche wurde festgestellt: Das linke Hinterrad war aufgrund einer blockierten Bremse komplett blockiert. Während der Fahrt nutzte sich zuerst der Reifen bis auf die Karkasse ab, danach schleifte die Aluminiumfelge direkt über den Asphalt und hinterließ eine lange Schleifspur auf der Straße.
Der 74-jährige Fahrer erklärte den Einsatzkräften, dass er bereits am Morgen bemerkt hatte, dass die Bremse wahrscheinlich blockiert war. Trotzdem machte er sich von Wülfrath-Rodenhaus aus auf den Weg zur Werkstatt.
Die Polizei sah den technischen Defekt als ernste Gefahr für die Verkehrssicherheit an. Ein blockiertes Rad beeinträchtigt das Brems- und Lenkverhalten eines Fahrzeugs erheblich und kann insbesondere in Gefahrensituationen dazu führen, dass das Fahrzeug nicht mehr kontrolliert werden kann.
Dem 74-jährigen Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt. Das Fahrzeug durfte nur auf einem Abschleppwagen zur Werkstatt gebracht werden.
Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld von 135 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister rechnen.
Polizei-Hinweis:
Wenn an einem Fahrzeug ein sicherheitsrelevanter technischer Defekt festgestellt wird, sollte es nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Selbst kurze Fahrten zur Werkstatt können erhebliche Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer darstellen. Im Zweifelsfall sollte das Fahrzeug abgeschleppt oder ein Pannendienst gerufen werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 Unfälle auf Personenschäden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 3.764, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle sind. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 450, Schwerverletzten 11.172 und Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








