Feuerwehr und THW bewähren sich im Einsatz. Am Freitagabend begonnen, am selben Abend praktisch umgesetzt. Wasserversorgung bei Vegetationsbränden trainiert und erfolgreich eingesetzt.
Wyler: Gemeinsame Übung wird zum Ernstfall

Kranenburg, Kranenburg-Wyler (ost)
Was am Freitagabend als gemeinsame Schulungsmaßnahme begann, wurde nur kurze Zeit später zur praktischen Bewährungsprobe. Die Feuerwehr Kranenburg und der THW-Ortsverband Kleve übten am Freitag, den 7. August, die Wasserversorgung bei Waldbränden – bevor das Gelernte noch am selben Abend bei einem Flächenbrand im Grenzgebiet unmittelbar zum Einsatz kam. Um 19 Uhr trafen sich die Einheiten Nütterden und Frasselt der Feuerwehr Kranenburg mit Kräften des THW Kleve am Waldparkplatz am Galgensteeg. Unterstützt wurde die Übung von Tobias Sommer, Revierförster von Wald und Holz NRW. Im Fokus stand die Kooperation zwischen Feuerwehr und Technischem Hilfswerk bei Waldbränden – ein Szenario, das angesichts der anhaltenden Trockenheit und zahlreicher Brände in der Region immer wichtiger wird. Eine wichtige Rolle spielte dabei ein THW-Lastwagen, der mit einer mobilen Wasserblase ausgestattet ist. Diese fasst 5.000 Liter Löschwasser und ermöglicht eine schnelle Wasserversorgung auch an Stellen, wo keine Hydranten oder offene Entnahmestellen vorhanden sind. Genau diese Fähigkeit wurde während der Übung intensiv getestet. Neben dem Wassertransport überprüften die Einsatzkräfte vorhandene Löschteiche und bewässerten einen zusätzlichen Teich. Gleichzeitig wurden potenzielle Verbesserungen der Infrastruktur im Wald diskutiert. Dabei ging es unter anderem um den Ausbau und die Instandhaltung von befestigten Waldwegen sowie den Rückschnitt von Böschungen, damit große Löschfahrzeuge auch unter schwierigen Bedingungen sicher zu den Einsatzorten gelangen können. Die gemeinsame Übung verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen ist. „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“ – dieses Fazit zog sich durch den gesamten Abend. Sowohl Revierförster Tobias Sommer als auch der Leiter der Feuerwehr Kranenburg, Andreas Thelosen, bewerteten den Austausch und die gewonnenen Erkenntnisse positiv. Jedoch blieb es nicht nur bei der Theorie. Während die Nachbesprechung lief, wurden die Einheiten Wyler und Zyfflich zu einem Flächenbrand gerufen. Aufgrund der Lage und des fehlenden Löschwassers entschied Einsatzleiter Andreas Thelosen, das noch vor Ort befindliche Löschfahrzeug aus Nütterden sowie das THW Kleve sofort in den Einsatz einzubeziehen. Dort bewährte sich das kurz zuvor geübte Konzept. Die mobile Wasserblase des THW, gefüllt mit 5.000 Litern Wasser, versorgte das Löschfahrzeug der Einheit Wyler kontinuierlich mit Löschwasser. Dadurch konnte eine gleichmäßige Wasserabgabe gewährleistet und der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Da sich die Einsatzstelle direkt an der Grenze befand, waren auch niederländische Feuerwehrkräfte vor Ort. Sie zeigten großes Interesse an dem eingesetzten Wasserversorgungssystem, das während des Einsatzes vorgestellt und erklärt wurde. Nach umfangreichen Nachlöscharbeiten sowie einer sorgfältigen Kontrolle und Bewässerung des umliegenden Geländes konnte der Einsatz beendet werden. Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW endete ein langer, aber erfolgreicher Abend erst gegen 23 Uhr. Die Ereignisse verdeutlichten eindrucksvoll, wie wichtig gemeinsame Übungen sind. Was kurz zuvor noch Teil der Ausbildung war, wurde kurz darauf unter realen Einsatzbedingungen erfolgreich umgesetzt – ein Gewinn für die Sicherheit in der Gemeinde Kranenburg und darüber hinaus.
Quelle: Presseportal








