Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Zeitumstellung: Erhöhtes Risiko für Wildunfälle

Am kommenden Wochenende werden die Uhren wieder von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Viele Menschen leiden in den ersten Tagen darunter. Gerade zu Beginn der Zeitumstellung kommt es vermehrt zu Verkehrsunfällen mit Wildtieren.

Foto: unsplash

Kreis Steinfurt (ost)

Am kommenden Wochenende werden die Uhren wieder von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Aus 02.00 Uhr am Sonntagmorgen (29.03.) wird dann ganz plötzlich 03.00 Uhr. Viele Menschen leiden in den ersten Tagen darunter. Aber nicht nur Menschen leiden, auch Tiere. Denn gerade zu Beginn der Zeitumstellung kommt es vermehrt zu Verkehrsunfällen mit Wildtieren – insbesondere während der morgendlichen Pendlerzeiten.

Der Grund ist einfach: Tiere haben keine Uhren. Durch die Zeitumstellung fällt aber der Berufsverkehr wieder verstärkt in die Dämmerungsstunden, genau in die Jahreszeit, in der die Tiere besonders aktiv sind. Genau zu diesen Zeiten sind viele Wildtiere, vor allem Rehe und Wildschweine, auf Nahrungssuche oder wechseln zwischen ihren Lebensräumen. Dadurch steigt das Risiko von plötzlich querenden Tieren auch im Kreis Steinfurt auf den Straßen deutlich an.

„Viele Verkehrsteilnehmende unterschätzen die Gefahr in den frühen Morgenstunden nach der Zeitumstellung“, sagt Lisa Kreuzheck, die Leiterin der Direktion Verkehr bei der Kreispolizei Steinfurt. „Bereits wenige Wochen erhöhter Aufmerksamkeit können helfen, schwere Verkehrsunfälle und Tierleid zu vermeiden.“

Die Erfahrungen zeigen, dass sich Wildunfälle häufig auf Strecken entlang von Waldgebieten, Feldern sowie auf wenig beleuchteten Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften ereignen. Die Polizei appelliert daher an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, ihre Fahrweise entsprechend anzupassen.

Sollte es aber doch einmal zu einem Wildunfall kommen, denken Sie bitte an Folgendes:

Wir wünschen allen im Kreis Steinfurt immer eine gute, sichere und unfallfreie Fahrt!

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle registriert. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen verzeichnet, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24