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Zoll nimmt zwei Männer bei Erkelenz fest

Ende Oktober entdeckten Beamte 507 Gramm Kokain hinter dem Handschuhfach ihres Wagens. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an.

Szenetypisch verpackter Kokainblock / Foto: Hauptzollamt Aachen
Foto: Presseportal.de

Aachen (ost)

Ende Oktober nahmen Angehörige des Aachener Zolls bei Erkelenz zwei Männer vorläufig fest. Den beiden wird vorgeworfen, mehr als ein halbes Kilogramm Kokain eingeführt zu haben.

Auf der BAB 46 hielten die Einsatzkräfte das Fahrzeug der Männer aus dem fließenden Verkehr an. Bei der Kontrolle erklärten die Insassen, zuvor in den Niederlanden gewesen zu sein und weder Drogen noch Waffen oder größere Bargeldbeträge bei sich zu haben. Ihre weiteren Aussagen kamen den Zollkräften allerdings verdächtig vor.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamtinnen und Beamten hinter dem Handschuhfach einen szenetypisch verpackten Kokainblock mit einem Gesamtgewicht von 507 Gramm.

Der 27 Jahre alte Fahrer und sein 55 Jahre alter Beifahrer wurden vorläufig festgenommen, weil der Verdacht eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz bestand. Der Zoll beschlagnahmte die Drogen.

Im weiteren Verlauf der Kontrolle entdeckten die Einsatzkräfte zwei im Kofferraum des Fahrzeugs versteckte Kfz-Kennzeichen. Diese waren, wie sich herausstellte, zur amtlichen Entstempelung ausgeschrieben.

Da der Fahrer keinen Führerschein vorzeigen konnte, bestand zudem der Verdacht, dass er ohne Fahrerlaubnis gefahren war. Für diese beiden Sachverhalte war die Polizei Heinsberg zuständig und übernahm sie.

Die Zollfahndung Essen führt die weiteren Ermittlungen zum mutmaßlichen Drogenschmuggel.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wurden beide Beschuldigten einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der registrierten Rauschgiftdelikte von 70.510 im Jahr 2022 auf 73.917 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 4,8 Prozent. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen 2023 im Vergleich zu allen anderen Bundesländern die meisten Fälle. Die Zahl der aufgeklärten Fälle nahm von 63.352 auf 65.532 zu, während die Zahl der Tatverdächtigen von 56.367 auf 57.879 stieg. Darunter waren 2023 insgesamt 51.099 Männer und 6.780 Frauen; 2022 waren es 49.610 Männer und 6.757 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich von 16.655 auf 18.722.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24