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Zwei Veranstaltungen zum Safer Internet Day in Mönchengladbach

KI und Social Media prägen den Alltag vieler Menschen. Der Aktionstag bietet einen Infostand zum Thema Sicherheit und einen Online-Vortrag über Coaching-Versprechen auf Social Media.

Foto: Depositphotos

Mönchengladbach (ost)

KI und Social Media prägen mittlerweile den Alltag vieler Menschen. Der Safer Internet Day am Dienstag, 10. Februar, steht daher in diesem Jahr unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“

In Mönchengladbach gibt es am Aktionstag zwei Veranstaltungen: einen Infostand zum Thema Sicherheit im Internet und einen Online-Vortrag über die Problematik von Coaching-Angeboten in den sozialen Medien.

Infostand in der Zentralbibliothek

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Mönchengladbach bietet das Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Mönchengladbach den Infostand in der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus an der Hilde-Sherman-Zander-Straße 6 an. Mitarbeitende des Kriminalkommissariats beantworten dort von 10 bis 16 Uhr Fragen zum Thema Sicherheit im Internet im Allgemeinen und KI im Besonderen. Die Stadtbibliothek präsentiert passend dazu Medien aus ihrem Angebot.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Besucher*innen der Stadtbibliothek. Beispielsweise können sich junge digitale Mediennutzer*innen informieren, wann KI-Bots hilfreich sind und warum sie auch gefährlich oder manipulierend sein können. Eltern können sich Tipps holen, welche Jugendschutzeinstellungen sie bei den Geräten ihrer Kinder treffen sollten. Außerdem erfahren sie, wie sich der Nachwuchs vor Cybergrooming schützen lässt, also dem gezielten Ansprechen von Kindern im Internet, um sie in sexualisierte Gespräche zu verwickeln oder sie für entsprechende Handlungen zu missbrauchen. Erwachsene erfahren etwa, was ein starkes Passwort ausmacht.

Online-Vortrag am Abend

Am Safer Internet Day gibt es für Interessierte außerdem einen kostenlosen Online-Vortrag von 19.30 bis 21 Uhr. Der Vortrag zeigt, wie sich problematische Coaching-Angebote erkennen lassen, welche Zielgruppen besonders angesprochen werden und wo die Grenzen zwischen seriösem Coaching, Manipulation und möglichen Gefahren verlaufen. Denn viele Menschen wenden sich Coaching-Angeboten zu, weil Therapieplätze fehlen oder der Wunsch nach Veränderung groß ist. Doch gerade in dieser Suche nach Unterstützung können sie anfällig für unrealistische Versprechen, emotionale Abhängigkeiten oder sogar schädliche Methoden werden.

Der Vortrag bietet daher konkrete Hinweise, worauf Betroffene, Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte achten können. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Volkshochschule, dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie dem Regionalem Bildungsbüro im Fachbereich Schule und Sport der Stadt Mönchengladbach. Die Referentin Eileen Milenk ist Sozialpädagogin mit Weiterbildung in der systemischen Beratung und verfügt über langjährige Berufspraxis in der psychosozialen Beratung.

Anmeldeschluss für den Online-Vortrag ist am Montag, 9. Februar. Am Morgen des Veranstaltungstages wird ein Zugangslink per E-Mail verschickt. Weitere Informationen zur Referentin sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

Bundesweit gab es im vergangenen Jahr über 300 Veranstaltungen am Safer Internet Day. Der Aktionstag wird deutschlandweit von der Initiative klicksafe koordiniert, die Medienkompetenz fördert. Weitere Informationen zum Safer Internet Day sind unter https://www.klicksafe.de/sid zu finden.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29.667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21.181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 im Jahr 2022 auf 8126 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 im Jahr 2022 auf 7062 im Jahr 2023. Davon waren 4478 männlich, 2145 weiblich und 2072 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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