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Adenau: Verkehrskontrollen am Nürburgring

Die Polizei Adenau ahndet zahlreiche Verstöße bei „Green Hell Driving Days“ auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Foto: Depositphotos

Adenau (ost)

Der Nürburgring Nordschleife zieht viele Autofans aus ganz Europa in die Eifel. Gerade zum Ende der Rennsaison nutzten noch einige Touristen das Event der s.g. „Green Hell Driving Days“, um die letzten Runden auf der Nürburgring Nordschleife zu drehen. Doch was für die Einen ein aufregendes Erlebnis ist, kann für die Anwohner störend und belästigend sein. Daher wurden am Wochenende vom Donnerstag (02.10.25) bis Sonntag (05.10.25) genau die Fahrer ins Visier genommen, die für Raserei und Lärmbelästigung verantwortlich sind.

Auf den Straßen rund um den Nürburgring führte die Polizeiinspektion Adenau in Zusammenarbeit mit benachbarten Polizeidienststellen Verkehrskontrollen, mobile und stationäre Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei wurden bei den Kontrollen Verwarnungsgelder verhängt und mehrere Bußgeldverfahren wegen verschiedener Verstöße wie „Driften“, unnötigem Lärm oder dem Erlöschen der Betriebserlaubnis eingeleitet.

Bei drei Verkehrsteilnehmern wurde festgestellt, dass sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol standen. Entsprechende Bußgeldverfahren wurden eingeleitet.

Ein Fahrer fiel am Wochenende besonders durch seine grob verkehrswidrige und rücksichtslose Fahrweise auf. Der Fahrer eines BMW fuhr auf der L10 „Hohe Acht“ in Richtung Adenau mit überhöhter Geschwindigkeit und überholte mehrere Fahrzeuge in unübersichtlichen Kurven. Anschließend bremste er mehrmals bis zum Stillstand ab, um dann wieder stark zu beschleunigen. Nur durch schnelle Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer konnte ein Unfall vermieden werden. Gegen den Fahrer wurde unter anderem ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Außerdem wurde sein Führerschein vor Ort beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt.

Insgesamt wurden an diesem langen Wochenende 29 Ordnungswidrigkeiten geahndet. Bei 21 ausländischen Fahrern wurden Sicherheitsleistungen einbehalten, um die Durchführung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens vor Ort zu gewährleisten.

Bei den Geschwindigkeitskontrollen der Polizei Adenau und der Verkehrsdirektion Koblenz wurden insgesamt 125 Verstöße festgestellt. Der schnellste Fahrer wurde mit 113 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen.

Zusätzlich kam es an diesem langen Wochenende zu insgesamt acht Verkehrsunfällen. Bei einem Unfall wurde ein Motorradfahrer leicht verletzt.

Die Polizeiinspektion Adenau wird auch weiterhin Kontrollmaßnahmen ergreifen, um dem verkehrswidrigen Verhalten einiger Fahrer entgegenzuwirken.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon endeten 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4,01% aus, mit 5.625 Fällen. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 897 Fällen (0,64%) vergleichsweise gering. Die meisten Unfälle (85,62%) waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 120.009 Fälle. In Bezug auf die Ortslage ereigneten sich 9.397 Unfälle innerorts (6,7%), 6.632 außerorts (4,73%) und 1.554 auf Autobahnen (1,11%). Die Anzahl der Getöteten betrug 134, während 2.545 Personen schwer verletzt wurden und 14.904 leicht verletzt wurden.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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