Polizei Andernach setzt Fokus auf Alkohol, Drogen, illegales Tuning und riskantes Fahrverhalten. Ziel: Gefährliches Verhalten frühzeitig erkennen, Unfälle verhindern.
Andernach: Großkontrolle für mehr Verkehrssicherheit

Andernach (ost)
Polizei nimmt Alkohol, Drogen, illegales Tuning und riskantes Fahrverhalten in den Fokus
Mit einer groß angelegten Verkehrskontrolle hat die Polizei Andernach am 18.09.2026 einen Schwerpunkt auf die Sicherheit im Straßenverkehr gelegt. Im besonderen Fokus standen dabei junge Fahrerinnen und Fahrer sowie typische Risikofaktoren, wie Alkohol und Drogen am Steuer, nicht zulässige Veränderungen an Fahrzeugen und überhöhte Geschwindigkeit. Im Einsatz waren Beamte der Bereitschaftspolizei, Hundeführer, zivile Einsatzkräfte, Mitarbeitende des Präventionsbereiches und Beamte umliegender Dienststellen.
Dabei ging es den eingesetzten Kräften nicht darum, möglichst viele Verstöße festzustellen. Ziel der Kontrolle war es vielmehr, dort genau hinzuschauen, wo riskantes Verhalten besonders schwere Folgen haben kann. Deshalb wurden zwei Kontrollstellen an der B9 eingerichtet. Die Kontrollmaßnahmen erfolgten in beiden Fahrtrichtungen.
Gerade für viele junge Menschen bedeutet das eigene Auto ein großes Stück Freiheit und Unabhängigkeit. Leistungsstarke Fahrzeuge, individuelles Tuning und die Begeisterung für Technik gehören für viele selbstverständlich dazu. Diese Begeisterung ist auch aus Sicht der Polizei kein Problem – solange die Sicherheit anderer und die eigene Sicherheit nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Entsprechend kombinierten die Einsatzkräfte konsequente Kontrollen mit dem persönlichen Gespräch. Neben der Fahrtüchtigkeit wurden insbesondere technische Veränderungen an Fahrzeugen, die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit sowie weitere verkehrsrechtliche Vorschriften überprüft.
Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt 161 Fahrzeuge und 197 Personen kontrolliert.
Es mussten 2 Strafverfahren und 12 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.
Bei fünf Verkehrsteilnehmenden wurde jeweils eine Blutprobe entnommen werden, da der Verdacht bestand, dass diese als Fahrzeugführende unter der Wirkung von Betäubungsmitteln standen.
Im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung konnten 121 Verstöße festgestellt werden, bei 6 Fahrzeugführenden droht im weiteren Verlauf der Entzug des Führerscheins.
Ein Fahrzeug wurde sichergestellt, da die Betriebserlaubnis erloschen war.
Die Kontrollmaßnahme steht dabei nicht für sich allein. Bereits in den zurückliegenden Wochen hatte die Polizei mit gezielten Kontrollen von E-Scootern sowie Motorrollern unterschiedliche Bereiche der Verkehrssicherheit in den Blick genommen. Während dort unter anderem Fahrtüchtigkeit, Versicherungsschutz, Fahrerlaubnis und technische Veränderungen eine Rolle spielten, wurde der Ansatz mit der jetzigen Großkontrolle bewusst erweitert.
“Verkehrssicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Großkontrolle. Sie ist eine dauerhafte Aufgabe und braucht unterschiedliche Ansätze. Mit unseren zurückliegenden E-Scooter- und Rollerkontrollen und nun mit dieser Kontrollmaßnahme setzen wir deshalb bewusst verschiedene Schwerpunkte. Ob auf zwei oder vier Rädern, ob jung oder alt: Wer am Straßenverkehr teilnimmt, trägt Verantwortung – für sich selbst und für andere. Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen. Unser Ziel ist, gefährliches Verhalten frühzeitig zu erkennen, Unfälle zu verhindern und dafür zu sorgen, dass möglichst jeder sicher an seinem Ziel ankommt.”, so Polizeioberrat Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 19296 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 18308 auf 17709 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 15296 und stieg 2023 auf 15189. Von den Verdächtigen waren 13125 männlich, 2171 weiblich und 3396 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Fälle von Drogen mit 73917.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
| Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon waren 13630 Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5625 Unfälle aus, was 4.01% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 897 Fällen oder 0.64% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 120009 Fälle, was 85.62% ausmacht. In Ortslagen gab es 9397 Unfälle innerorts (6.7%), 6632 außerorts (4.73%) und 1554 auf Autobahnen (1.11%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 134, die Schwerverletzten bei 2545 und die Leichtverletzten bei 14904.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








