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Andernach: Polizeiliche Rollerkontrollen

Die Polizeiinspektion Andernach verstärkt die Überprüfung von Rollerfahrenden auf Verkehrssicherheit und Versicherungskennzeichen. Fahrzeuge wurden sichergestellt und Verfahren eingeleitet.

Foto: unsplash

Kruft (ost)

Nachdem die Polizeiinspektion Andernach bereits die Kontrolldichte in Zusammenhang mit E-Scooter- und Fahrradfahrenden in der städtischen Fußgängerzone in Andernach intensiviert hat, werden nunmehr auch verstärkt Rollerfahrende in den Fokus der Überprüfung genommen. Hintergrund sind vermehrte Beschwerden aus der Bevölkerung, wonach Rollerfahrende ohne Versicherungskennzeichen und augenscheinlich ohne Beachtung der gebührenden Rücksicht im Straßenverkehr fahren würden.

Aus diesem Grund führten uniformierte und zivile Polizeibeamte der Polizeiinspektion Andernach im Zeitraum vom 06.08.2026 bis zum 10.08.2026 verstärkte Kontrollen von Fahrzeugen der Klassen AM, A1 und Kleinkrafträder durch. Die Kontrollen fanden aufgrund aktueller Beschwerden vorrangig in der Ortsgemeinde Kruft und den umliegenden Ortsgemeinden statt. Dabei wurden insbesondere die Verkehrssicherheit, die technische Vorschriftsmäßigkeit und die Führerschein- sowie Prüfbescheinigungsdokumente überprüft.

“Vermeintlich kleine Veränderungen am Fahrzeug können gravierende Auswirkungen auf das Fahrverhalten und die Verkehrssicherheit haben.” betont POR Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach. “Ein entdrosselter Roller erreicht schnell Geschwindigkeiten, für die der Fahrende keine Fahrerlaubnis besitzt – damit wird aus einem Ordnungswidrigkeitenverstoß ein Straftatbestand. Auch eine gültige Versicherung ist bei E-Scootern und Rollern unverzichtbar, da sie im Falle eines Unfalls für verursachte Personen- und Sachschäden aufkommt und den Fahrenden vor erheblichen finanziellen Belastungen schützt. Wer mit einem unversicherten Fahrzeug unterwegs ist, riskiert neben strafrechtlichen Konsequenzen, für sämtliche entstandenen Schäden persönlich aufkommen zu müssen – bei schweren Personenschäden können dabei schnell sehr hohe Forderungen entstehen.”

Es konnte bei einem Kleinkraftrad ein Verstoß festgestellt werden, welcher zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führte. In vier weiteren Fällen konnte je ein Fahrer ohne Fahrerlaubnis festgestellt werden, da die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit durch Veränderungen derart manipuliert wurde, dass sie über keine gültige Fahrerlaubnis mehr verfügten. Diese Fahrzeuge wurden zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Gegen die jeweiligen Fahrenden wurden Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren eingeleitet.

Die Polizeiinspektion Andernach wird die Kontrolldichte fortführen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon waren 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5.625 Fälle aus, was 4,01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0,64% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle, nämlich 120.009, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 85,62% ausmacht. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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