Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Bad Kreuznach: 15-Jähriger mit zu schnellem E-Scooter unterwegs

Polizei sucht gefährdete Passanten. Ein Jugendlicher fuhr zu schnell mit einem E-Scooter in der Fußgängerzone und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen.

Foto: Depositphotos

Bad Kreuznach (ost)

Am Nachmittag des Montags, 14.09.2026, gegen 15:30 Uhr bemerkte eine Streifenbesatzung der Polizei Bad Kreuznach in der Salinenstraße einen E-Scooter, der aus der entgegengesetzten Richtung nach links in die Fußgängerzone/Baumgartenstraße abbog.

Beim Abbiegen kam es fast zu einer Kollision mit einem Fußgänger. Der Fahrer fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone. Die Beamten bemerkten auch, dass am E-Scooter offensichtlich keine Versicherungsplakette angebracht war. Nachdem das Team umgedreht hatte, konnte der Fahrer erneut in der Baumgartenstraße gefunden werden. Der Jugendliche versuchte zunächst, der Kontrolle zu entkommen. Es gab Hinweise darauf, dass der E-Scooter viel schneller fuhr, als erlaubt ist. Schließlich hielt der 15-Jährige an und wurde kontrolliert.

Gegen den Jugendlichen wurden Ermittlungen eingeleitet. Es wird untersucht, ob das Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz aufgrund der technischen Eigenschaften oder möglichen Manipulationen des Fahrzeugs vorliegt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der 15-Jährige seiner Mutter übergeben.

Die Polizei warnt insbesondere vor technischen Änderungen an E-Scootern: Ein E-Scooter gilt nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h als Elektrokleinstfahrzeug gemäß der eKFV. Wenn ein Fahrzeug technisch verändert wird und diese Grenze überschreitet, kann sich die rechtliche Einordnung ändern. Eine scheinbar harmlose Fahrt kann schnell zu einem Strafverfahren führen.

Die finanziellen Folgen eines Verkehrsunfalls können besonders schwerwiegend sein. Wer mit einem nicht ordnungsgemäß versicherten oder technisch veränderten Fahrzeug unterwegs ist, riskiert neben strafrechtlichen Konsequenzen erhebliche persönliche finanzielle Belastungen, insbesondere wenn andere Personen verletzt oder Sachschäden verursacht werden.

Zeugenaufruf: Die Polizei Bad Kreuznach bittet insbesondere den Fußgänger, mit dem es fast zu einem Zusammenstoß in der Salinenstraße/Baumgartenstraße kam, sich zu melden. Auch werden weitere Zeugen gesucht, die durch die Fahrweise des E-Scooters gefährdet wurden oder dazu Informationen geben können. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Bad Kreuznach entgegen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon waren 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5.625 Fälle aus, was 4,01% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0,64% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 120.009 Fälle, was 85,62% ausmacht. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24