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Betrugsschock: Seniorin verliert Schmuck im Wert von 100.000 Euro

Eine Seniorin aus Wörth am Rhein wurde Opfer eines Schockanrufs, bei dem sie Schmuck im Wert von rund 100.000 Euro verlor. Die Polizei sucht Zeugen.

Foto: Depositphotos

Wörth (ost)

Am Freitagabend (11.09.2026) wurde eine Seniorin aus Wörth am Rhein Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Gegen 19:30 Uhr meldete sich ein bislang unbekannter Mann telefonisch bei der Frau und gab sich als Krankenhausarzt aus.

Der Anrufer behauptete, der Sohn der Seniorin habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person tödlich verletzt worden sei. Um eine angebliche Inhaftierung ihres Sohnes zu verhindern, müsse die Frau eine Kaution zahlen. Durch diese erfundene Geschichte verunsichert, übergab die Seniorin gegen 20:30 Uhr Schmuck im Gesamtwert von rund 100.000 Euro an einen bislang unbekannten Mann. Erst am folgenden Tag sprach sie mit ihrem tatsächlichen Sohn und bemerkte, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Freitag (11.09.2026) im Bereich der Friedrichstraße in Wörth verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben und Hinweise auf die Identität des Abholers geben können.

In vielen Fällen sind Opfer von Telefonbetrügern psychisch stark belastet. Die Scham, die sie empfinden, nachdem sie auf die heimtückischen Maschen der Täter reingefallen sind und unter Umständen erhebliche Teile ihrer Ersparnisse und Altersvorsorge verloren haben, wiegt schwer. Dies verhindert oftmals, dass sie sich Angehörigen oder der Polizei anvertrauen. Dabei sollte eins klar sein: Sie sind nicht allein. Sie haben sich auch nicht leichtfertig “übers Ohr hauen lassen”. Denn die Täter agieren äußerst trickreich und skrupellos. Dabei passen sie ihre Gesprächstaktiken und Vorgehensweisen ständig an.

Opfer von Straftaten und deren Angehörige können sich vertrauensvoll an unsere Opferschutzberatung unter Telefon: 0621 963-21160 und 0621 963-21162 wenden. Dort erhalten sie Unterstützung, Beratung und Tipps, wie sie das Erlebte bewältigen können sowie Informationen zu weiteren Hilfeeinrichtungen und Opferrechten.

Quelle: Presseportal

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