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Bingen am Rhein: Geschwindigkeitsmessung im Rahmen des Speedmarathon

Polizei Bingen führt Geschwindigkeitsmessung durch. Nur moderate Verstöße trotz tödlicher Unfälle. Illegale Veränderungen am Fahrzeug festgestellt.

Foto: unsplash

Bingen, B9 (ost)

Anlässlich des bundesweiten „Speedmarathons“ führten Einsatzkräfte der Polizei Bingen am 13.04.2026 in der Zeit von 15:00 Uhr bis 17:15 Uhr eine Geschwindigkeitsmessung an der B9 zwischen Bingerbrück und Trechtingshausen durch. Auf besagter Strecke kam es im Verlauf des letzten Jahres zu mehreren schweren Verkehrsunfällen mit tödlich verunglückten Personen. In der knapp zweistündigen Messphase bei diesiger Witterung konnten lediglich noch moderate Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden. Bei erlaubten 60km/h Höchstgeschwindigkeit wurde der „Spitzenreiter“ mit 82km/h gemessen. Insgesamt kam es zu 18 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Ausnahmslos alle Geschwindigkeitssünder zeigten sich im persönlichen Gespräch einsichtig ob ihres Fehlverhaltens. Neben den Geschwindigkeitsverstößen wurden bei zwei Fahrzeugführern illegale Veränderungen am Kraftfahrzeug festgestellt. Gegen beide Fahrer wird ein entsprechendes Verfahren wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis eingeleitet und die Zulassungsstelle in Kenntnis gesetzt. Zudem ging den Kontrollkräften ein 35-jähriger Fahrer ohne Führerschein ins Netz, dem bereits 2013 die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Auch der Fahrzeughalter wird sich nun mit einem Strafverfahren wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis konfrontiert sehen. Bei der Kontrolle einer 78-jährigen Fahrerin ergaben sich darüber hinaus erhebliche Zweifel an der Geeignetheit zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr. Wie sich im Gespräch herausstellte ist die Führerscheinstelle diesbezüglich schon involviert und wird auch in diesem Fall einen Kontrollbericht erhalten um entsprechende Maßnahmen auf dem Verwaltungsweg einzuleiten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt 140.161 Verkehrsunfälle. Davon waren 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4,01% aus, was 5.625 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 897 Fällen oder 0,64% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle machten den größten Anteil aus, nämlich 85,62% oder 120.009 Unfälle. Innerorts ereigneten sich 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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