Im Jahr 2025 registrierte die PI Bingen 1476 Verkehrsunfälle, ein Anstieg um 3,1% im Vergleich zum Vorjahr. Unfälle mit Personenschäden stiegen leicht.
Bingen am Rhein: Verkehrsunfallstatistik 2025

Bingen (ost)
Der folgende Bericht über die Verkehrsunfallbilanz enthält die wichtigsten Entwicklungen im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen im Jahr 2025 im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Bingen. Das Zuständigkeitsgebiet der PI Bingen umfasst die Stadt Bingen, die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe sowie die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen. Die PI Bingen betreut ca. 59100 Einwohner auf einer Gesamtfläche von ca. 208 km². Innerhalb des Dienstgebietes befinden sich stark frequentierte Hauptverkehrsstraßen im Rhein-Main-Gebiet über die BAB 60 als auch über die BAB 61. Gemäß dem Verkehrsunfalllagebild der Polizeiinspektion Bingen wurden im Jahr 2025 insgesamt 1476 Verkehrsunfälle im Dienstgebiet registriert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit die Anzahl der Verkehrsunfälle leicht um 44 (2024 – 1432) und somit um 3,1 Prozent. Hinsichtlich der Verkehrsunfälle mit Personenschäden stiegen die Verkehrsunfälle mit leichtem Personenschaden um 6 auf 112. Solche mit schwerem Personenschaden sanken jedoch um 5 von 23 auf 18 Verkehrsunfälle (-21,7 Prozent). Wie im Vorjahr wurde ein tödlicher Verkehrsunfall verzeichnet. Der Unfall ereignete sich auf der B9 bei Trechtingshausen. Bei einem Überholmanöver kollidierte ein Pkw mit einem entgegenkommenden Lkw. Dabei kamen der 74-jährige Fahrer sowie seine gleichaltrige Beifahrerin ums Leben.
Ursachen von Unfällen
Bei den Unfallursachen ist zu beachten, dass sich aufgrund geänderter Erfassungskriterien eine Verschiebung bei der Hauptunfallursache ergeben hat. Häufigste Ursache war im Jahr 2025 die Kategorie „andere Fehler des Fahrzeugführenden“ mit 429 Fällen. Es folgen Verkehrsunfälle aufgrund „ungenügenden Sicherheitsabstands“ (391 Fälle), „Fehler beim Wenden, Abbiegen sowie Ein- und Ausfahren“ (265 Fälle) und „Vorfahrts- und Vorrangverstöße“ (79 Fälle). Des Weiteren wurden 187 Verkehrsunfälle mit Wild im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Bingen registriert.
Verkehrsunfälle in Zusammenhang mit Alkohol und Drogen
Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel ist leicht rückläufig. Insgesamt wurden 28 entsprechende Unfälle erfasst (2024: 30), davon führten 15 zu Personenschäden. Es konnten dennoch 133 folgenlose Fahrten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss festgestellt werden. Des Weiteren wurden 38 Fahrten unter solcher Einwirkung durch frühzeitige Kontrollmaßnahmen verhindert.
Relevante Risikogruppen
Im Bereich der Risikogruppen bezüglich des Alters der Fahrzeugführer zeigt sich größtenteils eine positive Entwicklung: Die Anzahl der Unfälle unter Beteiligung junger Erwachsener (18 bis 24 Jahre) sank von 225 auf 219 Fälle. Auch bei Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren wurde ein Rückgang von 366 auf 357 Unfälle verzeichnet. Lediglich bei der Beteiligung von Kindern kam es zu einem Anstieg von 10 auf 12 Verkehrsunfälle. Auffällig ist, dass die genannten Risikogruppen im Durchschnitt in 69,4 Prozent der Fälle als Hauptverursachende erfasst wurden. Bei den Risikogruppen bezüglich der Verkehrsbeteiligungsarten ist ebenfalls größtenteils ein Rückgang zu verzeichnen. So sank die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen von 13 auf 9, bei Lastkraftwagen von 166 auf 164 sowie bei Rad- und Pedelecfahrenden von 44 auf 35. Demgegenüber stieg die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern deutlich von 23 auf 33 Fälle an.
Unfallflucht
Positiv zu vermerken ist der Rückgang bei den Verkehrsunfallfluchten. Diese sanken von 410 Unfällen im Jahr 2024 auf 338 im Jahr 2025. Die Aufklärungsquote lag bei 34,6 Prozent. Die Polizei ist weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen, um flüchtige Unfallverursacher zu ermitteln, und wird entsprechende Unfälle auch künftig mit Pressemitteilungen begleiten.
Die PD Bad Kreuznach bzw. die PI Bingen engagiert sich durch verschiedene ursachen- und zielgruppenorientierte Schulungen und Maßnahmen für eine verbesserte qualitative und quantitative Verkehrsüberwachung sowie Präventionsarbeit. Durch die Jugendverkehrsschule der PD Bad Kreuznach nahmen im Bereich der PI Bingen im Jahr 2025 insgesamt 555 Kinder an der Radfahrausbildung teil. Weiterhin wurden im Rahmen der AG „Junge Fahrende“ unter anderem Präventionsvorträge an Schulen gehalten. Das Verkehrsunfalllagebild unterstreicht die hohe Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit. Die Polizeiinspektion Bingen wird auch im laufenden Jahr ihre Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung fortsetzen und gezielt ausbauen. Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf der Bekämpfung von Alkohol- und Drogeneinfluss im Straßenverkehr, der Ahndung rücksichtslosen Verhaltens im Verkehr sowie der zielgruppenorientierten Präventionsarbeit.
Bingen am Rhein, 15.04.2025
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon sind 13630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5625 Fälle aus, was 4,01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 897 Fällen oder 0,64% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120009 Fälle oder 85,62%. In Bezug auf die Ortslage gab es 9397 Unfälle innerorts (6,7%), 6632 Unfälle außerorts (ohne Autobahnen) (4,73%) und 1554 Unfälle auf Autobahnen (1,11%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 134, die Schwerverletzten sind 2545 und die Leichtverletzten belaufen sich auf 14904.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








