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Bodenheim: Dooringunfall in Mainz-Laubenheim

Eine Fahrradfahrerin wurde schwer verletzt, als eine PKW-Fahrerin plötzlich die Tür öffnete. Vorsicht beim Öffnen von Autotüren und genügend Abstand zu parkenden Fahrzeugen sind wichtig, um solche Unfälle zu vermeiden.

Foto: Depositphotos

Mainz-Laubenheim (ost)

Am Samstag, den 25.04.2026, um 15:02 Uhr, parkt eine 46-Jährige PKW-Fahrerin aus Bodenheim am rechten Fahrbahnrand im Riedweg in Mainz-Laubenheim. Zeitgleich befährt eine 42-Jährige Mainzerin mit ihrem Fahrrad den Riedweg. Als sie auf Höhe des PKW ist öffnet die PKW-Fahrerin die Fahrertür so plötzlich, dass die Fahrradfahrerin dieser nicht mehr ausweichen kann. Es kommt zum Zusammenstoß mit der Tür und die Fahrradfahrerin stürzt auf den Kopf. Hierbei verletzt sie sich so schwer, dass sie durch den verständigten Rettungsdienst zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert wird. Auf Grund der Kopfverletzung soll sie dort mindestens zwei Tage beobachtet werden. Am PKW entsteht Sachschaden.

Unfälle dieser Art könnten teilweise durch einfache Maßnahmen verhindert werden.

Für den Autoinsassen gilt beim Öffnen der Fahrzeugtüren eine besondere Sorgfaltspflicht. Hierfür eignet sich der sogenannte „holländische Griff“, bei welchem die Tür mit der von ihr entfernten Hand geöffnet wird. Durch das Übergreifen über den eigenen Körper dreht man sich automatisch nach hinten und kann den Blick so auf den nachkommenden Verkehr lenken.

Fahrradfahrenden hingegen wird Empfohlen von parkenden PKW einen Abstand von mindestens 80cm (bei beengten Straßenverhältnissen), besser 1-1,5 Metern einzuhalten, um Zusammenstöße mit sich plötzlich öffnenden Autotüren zu vermeiden. Außerdem raten sowohl Verkehrssicherheitsvereine, als auch die Polizei, immer einen Helm zu tragen, (auch auf kurzen Strecken,) um schwere Kopfverletzungen zu vermeiden.

Durch die Stadt Mainz wurde im vergangenen Jahr begonnen mittels Schablonen Piktogramme in Bereichen auf die Fahrbahn aufzutragen, in denen es häufiger zu gefährlichen „Dooringsituationen“ kommen könnte.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt 140161 Verkehrsunfälle. Davon waren 13630 Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 5625, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten lediglich 0.64% aus, insgesamt 897. Die meisten Unfälle (85.62%) waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 120009. Innerorts ereigneten sich 9397 Unfälle (6.7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6632 Unfälle (4.73%) und auf Autobahnen 1554 Unfälle (1.11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2545 Schwerverletzte und 14904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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