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Erfolg der Ermittlungen: Festnahmen von internationalen Rauschgifthändlern

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Mainz führte umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in drei Bundesländern durch. Neun Personen wurden vorläufig festgenommen, darunter ein Fluchtversuch mit Verletzungen.

Foto: Depositphotos

Mainz (ost)

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Mainz des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main hat am 11.05.2026 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mainz umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg durchgeführt.

Der Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten internationalen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Den Maßnahmen gingen seit Juni 2024 geführte Untersuchungen sowie umfangreiche verdeckte kriminaltaktische Maßnahmen voraus. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, in einer arbeitsteiligen Organisation tätig gewesen zu sein und über internationale Lieferketten große Mengen Kokain nach Deutschland gebracht zu haben.

Die Einsatzkräfte führten insgesamt 19 Durchsuchungsbeschlüsse aus. Die Maßnahmen richteten sich insbesondere gegen Wohnungen, Geschäftsräume, Lagerflächen sowie Fahrzeuge der Verdächtigen. Neun Personen wurden vorübergehend festgenommen. Teilweise waren auch Spezialeinheiten beteiligt. Ein Verdächtiger versuchte, sich der Festnahme durch einen Sprung aus einem Fenster im ersten Stock zu entziehen und zog sich dabei leichte Verletzungen zu.

Während der Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher. Dazu gehören unter anderem etwa 15,5 Kilogramm Amphetamin, 45 Kilogramm Marihuana, 15 Kilogramm Haschisch, 10 Liter Amphetamin-Öl, 126 Liter GBL, 27 Kilogramm Ecstasy, drei Kilogramm Ketamin sowie ungefähr ein Kilogramm Kokain. Außerdem wurden verschiedene Vorprodukte zur Herstellung synthetischer Betäubungsmittel gefunden und etwa 7000 Ampullen Testosteron sichergestellt.

An einem der durchsuchten Objekte fanden die Einsatzkräfte außerdem einen geladenen Revolver samt Munition. Es wurden auch zahlreiche elektronische Speichermedien sichergestellt, darunter mehrere Kryptotelefone, die derzeit untersucht werden. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel läuft derzeit. Außerdem wurden sechs teils hochwertige Fahrzeuge beschlagnahmt, die teilweise zu professionellen Schmuggelfahrzeugen umgebaut worden waren. Des Weiteren wurden etwa 100.000 Euro Bargeld sowie mehrere Goldbarren und Goldmünzen sichergestellt.

An dem Einsatz waren über 300 Einsatzkräfte beteiligt. Die Ermittlungen – insbesondere zu weiteren Tatbeteiligten, Hintermännern sowie den internationalen Verbindungen der Gruppierung – dauern an.

Fünf Verdächtige wurden am 12.05.2026 dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mainz vorgeführt. Gegen vier Verdächtige wurden Haftbefehle erlassen. Ein Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Gegen vier festgenommene Personen wurden keine Haftbefehle erlassen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 19296 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 18308 auf 17709. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 15189 relativ konstant, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 19.832 19.296
Anzahl der aufgeklärten Fälle 18.308 17.709
Anzahl der Verdächtigen 15.296 15.189
Anzahl der männlichen Verdächtigen 13.125 12.968
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.171 2.221
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.396 3.798

Quelle: Bundeskriminalamt

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