Ein 25-Jähriger festgenommen, nachdem er den Senior zur Übergabe von Geld und Schmuck aufforderte.
Frankenthal: Telefonbetrug an 89-Jährigem vereitelt

Speyer (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und dem Polizeipräsidium Rheinpfalz
Am 19.02.2026 wurde ein 89-jähriger Mann aus Speyer Opfer eines Schockanrufs. Ein bisher unbekannter Täter informierte ihn telefonisch darüber, dass seine Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Der Senior wurde unter diesem Vorwand angewiesen, Schmuck und Bargeld als Kaution an Abholer zu übergeben.
Als ein 25-Jähriger gegen 18:30 Uhr versuchte, die geforderten Wertgegenstände beim Geschädigten abzuholen, konnte dieser vorübergehend festgenommen werden und die Tat somit verhindert werden. Die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten sowie zur Identität des Anrufers dauern an.
Der 25-Jährige wurde am 20.02.2026 dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs. Anschließend wurde der Beschuldigte inhaftiert.
In vielen Fällen sind Opfer von Telefonbetrügern psychisch stark belastet. Die Scham, die sie empfinden, nachdem sie auf die hinterlistigen Methoden der Täter hereingefallen sind und möglicherweise erhebliche Teile ihrer Ersparnisse und Altersvorsorge verloren haben, wiegt schwer. Dies verhindert oft, dass sie sich ihren Angehörigen oder der Polizei anvertrauen. Dabei sollte klar sein: Sie sind nicht allein. Sie haben sich auch nicht leichtfertig „übers Ohr hauen lassen“. Denn die Täter handeln äußerst raffiniert und skrupellos. Dabei passen sie ihre Gesprächstechniken und Vorgehensweisen ständig an.
Opfer von Straftaten und deren Angehörige können sich vertrauensvoll an unsere Opferbetreuung unter Telefon: 0621 963-21160 wenden. Dort erhalten sie Unterstützung, Beratung und Ratschläge, wie sie das Erlebte verarbeiten können sowie Informationen zu weiteren Hilfseinrichtungen und Opferrechten.
Um Sie noch besser vor Betrugsversuchen zu schützen, haben unsere Präventionsexperten eine Telefonhotline zum Schutz vor Betrug eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0621 963-21177 können Sie sich von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr kostenlos telefonisch über Betrugsdelikte informieren. Rufen Sie uns an und informieren Sie sich über die typischen Betrugsmaschen und wie Sie sich davor schützen können. Weitere Präventionstipps finden Sie auch im Internet unter https://s.rlp.de/93 oder www.polizei-beratung.de.
über die Online-Wache zur Anzeige.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wobei 1927 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 1377 zurück, davon 899 Männer, 478 Frauen und 329 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.660 | 4.376 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.927 | 2.091 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.467 | 1.377 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 955 | 899 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 512 | 478 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 379 | 329 |
Quelle: Bundeskriminalamt








