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Frankenthal: Tötungsdelikt im innerfamiliären Bereich – 1. Nachtrag

Nach intensiven Ermittlungen wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt und ein Haftbefehl erlassen. Die Obduktion ergab multiple Stich- und Schnittverletzungen.

Foto: Depositphotos

Böhl-Iggelheim (ost)

Zusatz zur Pressemitteilung vom 23.02.2026; https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117696/6221888 Gemeinsame Veröffentlichung der Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz

Nachdem ein 28-jähriger Mann in der Nacht zum Montag (23.02.2026) mehrere Familienmitglieder mit einem Messer angegriffen hatte und dabei seine 36-jährige Schwester leicht, seinen 35-jährigen Bruder schwer und seine 64-jährige Mutter tödlich verletzte, dauern die intensiven und umfangreichen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zum Tathergang und den Hintergründen weiterhin an.

Der 28-jährige Verdächtige wurde durch den Einsatz von Schusswaffen der Polizei schwer verletzt und wird weiterhin stationär behandelt. Laut aktuellen Ermittlungen alarmierte die Schwester des Verdächtigen kurz nach Mitternacht die Polizei über den Notruf. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später am Tatort eintrafen, waren die Schwester und der schwer verletzte Bruder bereits aus dem Haus geflohen. Als die Polizei das Haus betrat, sah es so aus, als würde der Verdächtige immer noch aktiv mit dem Messer auf die 64-jährige Frau einstechen, die auf dem Boden im Eingangsbereich des Hauses lag. Zunächst wurde er aufgefordert, das Messer fallen zu lassen. Als er dieser Aufforderung nicht nachkam, schossen die Polizeikräfte nach der Androhung mit ihren Dienstwaffen auf den 28-Jährigen, um den mutmaßlichen Angriff auf seine Mutter zu stoppen.

Der Verdächtige wurde heute, Dienstag (24.02.2026), dem Haftrichter im Krankenhaus vorgeführt. Dieser eröffnete ihm den Untersuchungshaftbefehl, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erging, wegen des dringenden Verdachts des Totschlags, setzte den Haftbefehl in Kraft und ordnete die Fortdauer der Haft an. Der Beschuldigte machte keine Aussagen zur Sache. Bis zu seiner Verlegung in eine Justizvollzugsanstalt wird er von Justizbeamten im Krankenhaus überwacht.

Die Leiche der 64-jährigen Getöteten wurde ebenfalls am Dienstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft von der Rechtsmedizin der Universität Mainz obduziert. Laut vorläufigem Obduktionsergebnis erlitt das Opfer multiple Stich- und Schnittverletzungen. Der durch die Verletzungen verursachte Blutverlust wird als todesursächlich angesehen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Mordraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 68 Fälle registriert, wovon 67 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 80 Verdächtige, darunter 71 Männer und 9 Frauen, von denen 34 nicht-deutsche Staatsbürger waren. Im Jahr 2023 wurden 56 Fälle registriert, von denen alle 56 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 68, darunter 54 Männer und 14 Frauen, von denen 26 nicht-deutsche Staatsbürger waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 aufgezeichneten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 68 56
Anzahl der aufgeklärten Fälle 67 56
Anzahl der Verdächtigen 80 68
Anzahl der männlichen Verdächtigen 71 54
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 9 14
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 34 26

Quelle: Bundeskriminalamt

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