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Heidesheim: Hunderte Verstöße nach LKW-Panne auf der A60

Polizei wertet umfangreiches Videomaterial aus. Trotz deutlicher Kennzeichnung ignorierten Fahrzeugführer das Durchfahrtsverbot, gefährdeten Polizeibeamte und riskierten Bußgelder und Fahrverbote.

Schilderbrücke vor dem Hechtsheimer Tunnel
Foto: Presseportal.de

Ingelheim am Rhein (ost)

Am gestrigen Donnerstag, dem 05.02.2026, gegen 11:00 Uhr, ereignete sich auf der A60 in Richtung Bingen ein Einsatz der Polizei, bei dem das Fehlverhalten vieler Verkehrsteilnehmer deutlich wurde. In der Nähe der Ausfahrt Hechtsheim-Ost, kurz vor dem Hechtsheimer Tunnel, blieb ein Sattelzug aufgrund eines technischen Defekts stehen.

Der mit Feuerwerkskörpern beladene Gefahrgut-LKW konnte aufgrund einer blockierten Bremse am Anhänger nicht weiterfahren. Da an der Bremsanlage eine starke Hitzeentwicklung festgestellt wurde, sperrten Beamte der Polizeiautobahnstation Heidesheim sofort die Gefahrenstelle großräumig ab, um eine sichere Abkühlung der Bauteile und spätere Reparaturen zu ermöglichen.

Dafür wurden drei von vier Fahrspuren gesperrt. Diese Sperrung wurde durch mehrere aufeinanderfolgende elektronische Schilderbrücken mit Dauerlichtsignalen (rotes Kreuz) für jede Fahrspur eindeutig angezeigt. Zur zusätzlichen Sicherheit positionierte sich ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht direkt hinter dem Pannenfahrzeug.

Trotz der klaren Kennzeichnung über eine längere Strecke und der erforderlichen Sicherheitsabstände ignorierten mehrere hundert Fahrer das Durchfahrtsverbot und fuhren widerrechtlich auf den gesperrten Fahrspuren. In einigen Fällen gefährdeten sie dabei die eingesetzten Polizeibeamten, die am LKW arbeiteten.

Die Polizei weist darauf hin, dass alle Vorgänge vor Ort vollständig dokumentiert wurden. Dabei wird auf das Videomaterial aus dem Streifenwagen und die Aufnahmen der Überwachungskameras des Hechtsheimer Tunnels zurückgegriffen. Aufgrund der hohen Anzahl an Verstößen wird die genaue Auswertung dieser Aufnahmen einige Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch werden alle Verstöße konsequent verfolgt und die entsprechenden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Das rechtswidrige Befahren einer durch ein rotes Kreuz gesperrten Fahrspur zieht ein Bußgeld von 90 Euro und einen Punkt in Flensburg nach sich.

In Fällen, in denen Polizeibeamte gefährdet wurden, erhöht sich das Bußgeld auf 200 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot.

Die Polizei appelliert dringend an die Verkehrsteilnehmer, die Dauerlichtsignale strikt zu befolgen. Die Sperrung von Fahrspuren durch ein „rotes Kreuz“ dient dem Schutz von Menschenleben und ist keine unverbindliche Empfehlung.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon entfallen 13630 auf Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5625 Fälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0.64% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120009 Fälle, was 85.62% aller Unfälle entspricht. In der Ortslage innerorts gab es 9397 Unfälle (6.7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6632 Unfälle (4.73%) und auf Autobahnen 1554 Unfälle (1.11%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 134, Schwerverletzte bei 2545 und Leichtverletzte bei 14904.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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