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Kaiserslautern: 66-Jährige nach E-Mail-Betrug um 3.500 Euro gebracht

Unbekannte nutzten gehacktes Bankkonto für Einkäufe. Opfer klickte auf Link in Phishing-Mail und erlitt Gesamtschaden von 3.500 Euro.

Foto: Depositphotos

Kaiserslautern (ost)

Zwischen Dienstagnachmittag und Donnerstagmorgen wurde das gehackte Bankkonto einer 66-jährigen Frau von Unbekannten für verschiedene Einkäufe genutzt. Die Frau fiel einem dreisten Online-Betrug zum Opfer. Nach bisherigen Informationen erhielt sie am Dienstagnachmittag eine E-Mail, in der sie aufgefordert wurde, eine App über einen Link zu aktualisieren. In dem Glauben, dass es sich um eine legitime Nachricht handelte, klickte die Frau auf den Link und führte die vermeintliche Aktualisierung durch. Kurz darauf erlangten die unbekannten Täter Zugriff auf ihr Bankkonto. Sie führten mehrere Einkäufe über das Konto der Geschädigten durch. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 3.500 Euro. Erst am Donnerstagmorgen bemerkte die 66-Jährige die unberechtigten Abbuchungen auf ihrem Konto und informierte sofort die Polizei.

Die Ermittlungsbehörden warnen erneut vor sogenannten Phishing-Mails. Kriminelle verschicken täuschend echt aussehende Nachrichten, um an sensible Daten wie Passwörter oder Bankzugänge zu gelangen. Links in E-Mails sollten immer kritisch überprüft werden. Im Zweifelsfall sollte man direkt die offizielle Website oder App des jeweiligen Anbieters besuchen, anstatt einem zugesandten Link zu folgen. Wer verdächtige Abbuchungen auf seinem Konto feststellt, sollte sofort seine Bank kontaktieren und Anzeige erstatten.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, von denen 1927 gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 1377, darunter 899 Männer, 478 Frauen und 329 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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