Ein 50-Jähriger soll das Feuer im Zelt für Obdachlose gelegt haben. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, die Polizei ermittelt.
Kaiserslautern: Feuer in Kälteschutzzelt – Verdacht auf versuchten Mord

Kaiserslautern (ost)
Ein 50-Jähriger wird von der Polizei beschuldigt, versuchten Mord in sechs Fällen begangen zu haben. Der Mann wird verdächtigt, in der Nacht zum Donnerstag auf dem Gelände der katholischen Kirche in der Spittelstraße ein Feuer an einem Zelt für Obdachlose gelegt zu haben. Das Kälteschutzzelt bietet wohnungslosen Menschen eine Übernachtungsmöglichkeit, in dem sich sechs sogenannte Kälte-Iglus befanden. Bei dem Brand wurden zwei Personen leicht verletzt.
Ein Augenzeuge entdeckte kurz vor 1 Uhr die Flammen und weckte die fünf schlafenden Bewohner des Zeltes. Die Zeltbewohner konnten sich ins Freie retten. Der Zeuge alarmierte den Notruf. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eilten herbei. Die Sanitäter versorgten die beiden Verletzten. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Die Polizei nahm den Verdächtigen vor Ort fest. Aufgrund von Hinweisen besteht der aktuelle Verdacht, dass der 50-Jährige das Feuer absichtlich gelegt haben könnte.
Kurz vor der Tat brannten in der Innenstadt zwei Müllcontainer. Die Polizei prüft derzeit, ob der 50-Jährige auch für diese Brände verantwortlich sein könnte.
Die Untersuchungen zum Tathergang und Motiv dauern an. Polizei und Staatsanwaltschaft werden zu gegebener Zeit weitere Informationen bekanntgeben. |erf
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Mordraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 68 Fälle registriert, von denen 67 gelöst wurden. Es gab insgesamt 80 Verdächtige, darunter 71 Männer, 9 Frauen und 34 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 56 Fälle gemeldet, von denen alle gelöst wurden. Es gab 68 Verdächtige, darunter 54 Männer, 14 Frauen und 26 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 68 | 56 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 67 | 56 |
| Anzahl der Verdächtigen | 80 | 68 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 71 | 54 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 9 | 14 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 34 | 26 |
Quelle: Bundeskriminalamt








