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Kaiserslautern: Kriminalitätsrückgang in der Westpfalz

Die Polizei veröffentlichte die PKS 2025 mit einem Rückgang von 7,7% bei Straftaten und einer Aufklärungsquote von 70,5%.

Foto: unsplash

Westpfalz (ost)

Im vergangenen Jahr ist die Kriminalität in der Westpfalz deutlich gesunken. Am Donnerstag veröffentlichte das Polizeipräsidium Westpfalz die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2025 und stellte fest, dass die Anzahl der Straftaten gesunken ist, während die Aufklärungsquote hoch ist und gezielte Präventionsmaßnahmen ergriffen wurden.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 27.528 Straftaten registriert – das sind 2.304 Fälle oder 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 70,5 Prozent, was der dritthöchste Wert der letzten zehn Jahre ist. Besonders erfreulich ist der Rückgang bei der Straßenkriminalität, die mit 4.622 Fällen den niedrigsten Wert in den letzten zehn Jahren erreicht hat. Auch die Gewaltkriminalität ist um 12,3 Prozent auf 1.091 Fälle zurückgegangen, wobei die Aufklärungsquote hier bei 86 Prozent liegt.

Die meisten Verdächtigen sind erwachsene Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit. Von den 12.952 ermittelten Verdächtigen waren 74 Prozent männlich und 29,6 Prozent hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Anzahl der Opfer ist um vier Prozent auf 8.403 gesunken, wobei auch hier der Großteil männlich und deutscher Herkunft war.

Ein besonderer Fokus der Statistik liegt auf der Entwicklung der verschiedenen Deliktsbereiche.

Die Eigentumsdelikte sind um 5,5 Prozent auf 6.798 Fälle zurückgegangen, während die Aufklärungsquote bei 42,9 Prozent lag.

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten gab es einen Rückgang um 11,8 Prozent auf 3.855 Fälle, wobei die Aufklärungsquote hier bei 74,8 Prozent liegt.

Die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist um vier Prozent auf 655 gesunken, wobei fast die Hälfte davon im Internet stattfand. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich liegt bei 90,4 Prozent.

Die Anzahl der Messerangriffe blieb konstant bei 86. Fast alle Taten konnten von der Polizei aufgeklärt werden. Mit 95,3 Prozent erreichte die Aufklärungsquote den höchsten Wert in den letzten fünf Jahren.

Die häusliche Gewalt ist leicht angestiegen: Partnerschaftsgewalt stieg um 49 Fälle auf 1.248, innerfamiliäre Gewalt um 21 Fälle auf 670. Die Aufklärungsquote liegt in beiden Bereichen bei fast 100 Prozent.

Die Straftaten gegen Polizeibeamte sind um 1,3 Prozent auf 298 Fälle zurückgegangen. Dennoch wurden 640 Beamte Opfer von Gewalttaten.

Regional gesehen ereigneten sich etwa zwei Drittel der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Kaiserslautern, etwa ein Drittel in der Polizeidirektion Pirmasens.

Ein zentraler Bestandteil der Polizeiarbeit bleibt die Prävention. Im Jahr 2025 führte das Polizeipräsidium Westpfalz 607 Präventionsmaßnahmen durch, an denen 13.003 Bürger teilnahmen. Schwerpunkte lagen auf dem Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern sowie der Bekämpfung von Hass und Hetze.

Die vollständige Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 ist auf der Website der Polizei Rheinland-Pfalz unter https://www.polizei.rlp.de/service/statistiken/kriminalstatistik zum Download verfügbar. Interessierte können dort auch Grafiken und Tabellen einsehen. Pressevertreter werden gebeten, ihre Fragen per E-Mail an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz zu richten. |erf

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wobei 1927 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 1377, darunter 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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