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Kaiserslautern: Online-Erpressung mit Intimbildern

Ein junger Mann wurde von Kriminellen erpresst, nachdem er Intimbilder mit einer virtuellen Bekanntschaft geteilt hatte. Die Polizei warnt vor Sextortion und rät zur Vorsicht bei Online-Chats.

Foto: unsplash

Kaiserslautern (ost)

Weil er erpresst wird, hat ein junger Mann aus dem Stadtgebiet am Donnerstag die Polizei eingeschaltet. Nach Angaben des 21-Jährigen ist er im Internet an Kriminelle geraten, die nun Geld von ihm fordern.

Demnach hatte der Mann über eine Social-Media-Plattform eine Frau kennengelernt und angefangen, mit ihr online zu chatten. Dabei tauschten die beiden auch Intimbilder aus. Anschließend kam das „böse Erwachen“, denn die virtuelle Bekannte forderte den 21-Jährigen auf, 500 Euro in Bitcoin an ein sogenanntes Kryptowallet zu senden – andernfalls würde sie die pikanten Fotos an alle seine Kontakte versenden.

Um das zu vermeiden, kam der junge Mann der Aufforderung zunächst nach. Als die Unbekannte dann aber eine weitere Geldforderung stellte – diesmal wollte sie den dreifachen Betrag haben – entschloss sich der 21-Jährige, zur Polizei zu gehen. Die Ermittlungen wegen Erpressung laufen.

Das Phänomen der sogenannten „Sextortion“ (sexuelle Erpressung) ist nicht neu – aber leider schlagen immer noch zu viele Menschen die Warnungen in den Wind. Die Polizei empfiehlt deshalb an dieser Stelle noch einmal dringend: Bleiben Sie bei Online-Chats mit neuen Internet-Bekanntschaften zunächst zurückhaltend! Nehmen Sie nicht vorschnell Freundschaftsanfragen von fremden Personen an und stimmen Sie auch nicht übereilt einem Video-Chat zu. Und vor allem: Verschicken Sie keine Nacktaufnahmen oder zeigen sich in Video-Chats entblößt oder bei intimen Handlungen! Die Gefahr, dass die unbekannte neue „Online-Freundin“ pikante Details nutzt, um Ihnen zu schaden, ist groß…

Weitere Informationen und Tipps zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite der Polizei-Beratung unter: https://s.rlp.de/i3Kil |cri

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 4376 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1927 auf 2091. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 1467 auf 1377 zurück. Davon waren 899 männlich, 478 weiblich und 329 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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