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Kaiserslautern: Telefonbetrug verhindert

Eine 47-Jährige entging knapp einem Betrugsversuch, als ein Anrufer versuchte, Zugriff auf ihr Handy zu bekommen. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsversuchen und gibt Tipps zur Vorbeugung.

Foto: unsplash

Kaiserslautern (ost)

Am Dienstag wäre eine 47-jährige Frau aus dem Stadtgebiet beinahe Opfer von Betrügern geworden. Ein Unbekannter rief die Frau am Nachmittag an und behauptete, dass eines ihrer Konten gehackt worden sei. Um ihr zu helfen, überredete der Täter die 47-Jährige dazu, eine App herunterzuladen, mit der er Zugriff auf ihr Handy bekam. Als der Fremde sie bat, eine Anwendung für den Handel mit Kryptowährungen auf ihr Mobiltelefon zu laden, wurde die Frau skeptisch und bat ihre Tochter, die Polizei zu informieren. Offenbar bemerkte der zwielichtige Anrufer dies und beendete das Gespräch, bevor der Frau finanzieller Schaden entstand. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Datenmissbrauchs.

Die Polizei warnt davor, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen und Unbekannten niemals Zugriff auf das Smartphone oder den Computer zu gewähren! Betrüger geben sich häufig als Mitarbeiter von Unternehmen oder Zahlungsdiensten aus und behaupten, es gebe ein Sicherheitsproblem mit einem Konto. Ihr Ziel ist es, durch die Installation einer App oder Fernzugriffssoftware Kontrolle über das Gerät zu erlangen und an sensible Daten zu gelangen.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Gespräch und überprüfen Sie den vermeintlichen Sicherheitsvorfall eigenständig über die offizielle App oder Website des jeweiligen Anbieters. Installieren Sie keine Anwendungen auf Anweisung unbekannter Anrufer und geben Sie niemals Passwörter, PINs oder Bestätigungscodes weiter. Wer bereits eine solche App installiert oder Fremden Zugriff auf sein Gerät gewährt hat, sollte die Internetverbindung trennen, den Vorfall von einem sicheren Gerät aus überprüfen und umgehend die betroffenen Zugangsdaten ändern sowie den jeweiligen Zahlungsdienst kontaktieren.

Weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Betrug mit gehackten Konten bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/sicher-handeln/onlinebetrug-maschen/fake-kundenservice-support-scams.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 4376 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1927 auf 2091. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 1467 auf 1377 zurück. Von den Verdächtigen waren 955 männlich, 512 weiblich und 379 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 insgesamt 22125 Fälle von Cyberkriminalität registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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