Eine Seniorin entging am Wochenende knapp einem finanziellen Schaden, als ihr Neffe die betrügerische Masche rechtzeitig erkannte und eingriff.
Kaiserslautern: Telefonbetrug verhindert

Kaiserslautern (ost)
Knapp entging eine Frau aus der Stadt am Wochenende beinahe Telefonbetrügern. Dank eines Familienmitglieds konnte die ältere Dame gerade noch rechtzeitig eingreifen und einen finanziellen Schaden verhindern.
Wie die 73-jährige später bei der Polizei angab, hatte sie am Samstagmorgen ihren Computer eingeschaltet und eine “Warnmeldung” auf dem Bildschirm gesehen, die angeblich von Microsoft stammte. Sie rief daraufhin die angezeigte Telefonnummer an und erhielt von der vermeintlichen Support-Mitarbeiterin das Angebot, ihr bei den PC-Problemen per Fernwartung zu helfen. Die 73-Jährige gewährte der Unbekannten den Fernzugriff, so dass sich die Frau auf den Rechner der Seniorin aufschalten konnte.
Zum Glück kam der Neffe der Dame während des Anrufs dazu und erkannte den betrügerischen Trick. Sofort wurden alle Aktivitäten gestoppt und die Sperrung der Kreditkarte, deren Prüfnummer die Seniorin bereits der Frau am Telefon mitgeteilt hatte, veranlasst. – Nur so konnte eine unberechtigte Abbuchung verhindert werden.
Die Kripo ermittelt wegen versuchten Computerbetrugs und warnt noch einmal eindringlich vor dieser Masche. Wenn auch Sie auf Ihrem Computer eine solche “Warnmeldung” erhalten und aufgefordert werden, eine angezeigte Telefonnummer anzurufen, bleiben Sie unbedingt vorsichtig! Spätestens, wenn jemand den Fernzugriff auf Ihren PC haben möchte und nach Ihren Bankverbindungen, Kreditkartendaten oder Passwörtern zu Online-Konten fragt, sollten alle Alarmglocken läuten.
Informationen und Ratschläge zu diesem Thema finden Sie auf den Webseiten der Polizei-Beratung unter https://s.rlp.de/m073v |cri
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz sind zwischen 2022 und 2023 angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wovon 1927 gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 1377, wobei 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.660 | 4.376 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.927 | 2.091 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.467 | 1.377 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 955 | 899 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 512 | 478 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 379 | 329 |
Quelle: Bundeskriminalamt








