Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Kaiserslautern: Tuning-Saison startet mit Verkehrskontrollen

Einsatzkräfte überprüfen modifizierte Fahrzeuge auf Verkehrssicherheit. Raser- und Poser-Szene im Fokus, zahlreiche Verstöße festgestellt.

PP Westpfalz
Foto: Presseportal.de

Westpfalz (ost)

Am vergangenen Karfreitag, unter Tuning-Enthusiasten auch „Car-Friday“ genannt, überprüften Einsatzkräfte in der gesamten Westpfalz gezielt modifizierte Fahrzeuge auf deren Verkehrssicherheit. Besonders das Fahrverhalten der sogenannten Raser- und Poser-Szene rückte in den Fokus des Einsatzes.

Rund 150 Kraftwagen brummten durch die Kontrollen der Polizeidirektionen Pirmasens und Kaiserslautern. Etwas über ein Drittel der „Boliden“ verfügte über keine gültige Betriebserlaubnis mehr. Dabei reichten die Änderungen von rein optischem Tuning, über Fahrwerksveränderungen, modifizierten Abgasanlagen bis hin zu leistungssteigernden Eingriffen.

Neben rund 80 Ordnungswidrigkeiten stellten die Einsatzkräfte auch sechs Straftaten fest. Darunter Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Urkundenfälschungen und ein Kennzeichenmissbrauch.

Ein großes Augenmerk legten die Beamten auch auf das Fahrverhalten in der Szene. Rücksichtslose Manöver, illegale Rennen oder andere gefährliche Verhaltensweisen, die in Teilen der Community beobachtet werden, sollten durch die Kontrollen möglichst im Keim erstickt werden. Durch zivile Fahrzeuge der Geschwindigkeitsüberwachung konnten rund 15 Temposünder und Raser gestoppt werden. Bei Spitzenwerten von 230 km/h bei erlaubten 100 km/h droht nun in zwei Fällen ein Fahrverbot.

Insgesamt ziehen die Einsatzkräfte ein positives Resümee. Der Leiter des Tuningexpertenteams René Schärer berichtet: „Bis auf vereinzelte Ausnahmen wurden die Kontrollen positiv aufgenommen. Verkehrssicherheit und passioniertes Tuning schließen sich nicht aus, solange die geltenden Regeln eingehalten werden. Ein respektvoller Umgang auf beiden Seiten macht Kontrollen angenehmer und unkomplizierter, da bleibt auch Zeit für einen kleinen, fachlichen Plausch.“

Die Polizei wird die Szene weiterhin im Blick behalten und durch gezielte Kontrollen sowohl für Sicherheit als auch für Fairness im Straßenverkehr sorgen. Der Appell der Einsatzkräfte bleibt dabei klar: Wer sein Fahrzeug modifiziert, trägt Verantwortung – nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer. Wir zeigen „Rot für Raser, Poser und illegales Tuning!“ |kle

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon endeten 13630 Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5625 Unfälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen verzeichnet, was 0.64% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 120009, was 85.62% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 9397 Unfälle (6.7%), außerorts (ohne Autobahnen) wurden 6632 Unfälle (4.73%) registriert und auf Autobahnen ereigneten sich 1554 Unfälle (1.11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2545 Schwerverletzte und 14904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24