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Koblenz: Rücksichtsloser Fahrer auf A3 gestoppt

Ein junger niederländischer Sportwagenfahrer wurde mit über 235 km/h auf der A3 gestoppt. Sein Führerschein wurde sichergestellt und er zahlte eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro vor Ort.

Foto: Depositphotos

Koblenz (ost)

Autobahn 3, Richtung Köln – 04.08.2026, 12:06 Uhr

Die Polizeibeamten der Autobahnpolizeistation Montabaur stoppten am Dienstagmittag einen 23-jährigen niederländischen Staatsbürger nach einer besonders gefährlichen Fahrt auf der Autobahn 3. Gegen den Fahrer eines Porsche 911 wurden strafrechtliche Maßnahmen wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen sowie der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Schon bei der ersten Feststellung fiel der Fahrer durch sein rücksichtsloses Fahrverhalten auf. Laut den bisherigen Ermittlungen fuhr er der Zivilstreife mit einem viel zu geringen Sicherheitsabstand hinterher und überholte mehrmals unerlaubt rechts. Dabei nutzte er jede sich bietende Lücke im Verkehr, schnitt unmittelbar vor anderen Verkehrsteilnehmern und setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort. Während der Verfolgungsjagd erreichte der Porsche Geschwindigkeiten von über 235 km/h. Obwohl die Zivilstreife mit einer Geschwindigkeit von 230 km/h unterwegs war, vergrößerte der Beschuldigte den Abstand weiter. Zur Zeit der Fahrt herrschte ein hohes Verkehrsaufkommen am Mittag. Glücklicherweise kam es aufgrund der Umstände zu keinem Verkehrsunfall. Die Auswertung der Videoaufzeichnungen zur Identifizierung möglicher weiterer gefährdeter Verkehrsteilnehmer läuft noch. Zeugen/Geschädigte, die Informationen zu diesem Vorfall haben, werden gebeten, sich bei der örtlichen Dienststelle zu melden. Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich Hinweise auf vorherigen Drogenkonsum. Ein Drogenvortest war positiv auf THC. Der Beschuldigte gab an, dass er zusammen mit seinem Vater einen Coffeeshop in Eindhoven betreibt und aus beruflichen Gründen regelmäßig Cannabis konsumiert. Eine Blutprobe wurde entnommen. Da der Beschuldigte seinen Wohnsitz im Ausland hat und keine Angaben zu seinem Einkommen gemacht hat, wurde zur Sicherstellung des Strafverfahrens eine Kaution erhoben. Unter Berücksichtigung der Gesamtumstände und der finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten wurde die Kaution auf 10.000 Euro festgelegt. Der Betrag wurde vor Ort bezahlt. Der Beschuldigte zeigte zu keinem Zeitpunkt Reue für sein Fehlverhalten. Der niederländische Führerschein des Beschuldigten wurde eingezogen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann von seinem Vater abgeholt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen gemäß § 315d StGB sowie der Gefährdung des Straßenverkehrs gemäß § 315c StGB dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon entfallen 13.630 auf Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5.625 aus, was 4,01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 897, also 0,64%. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120.009, was 85,62% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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