Die Polizei zieht Bilanz nach verstärkten Kontrollen auf Alkohol- und Drogeneinfluss. Mehrere Straftaten aufgedeckt, Haftbefehl vollstreckt und Verkehrssicherheit betont.
Koblenz: Verstärkte Verkehrskontrollen in Simmern

Koblenz (ost)
In der Woche vom 13. bis 17. April 2026 führten die Polizeiinspektion Simmern und die Polizeiwache Hahn verstärkte Verkehrskontrollen mit Fokus auf Alkohol- und Drogeneinfluss durch. Am 16. April wurde hierzu eine stationäre Kontrollstelle auf der B50 eingerichtet, unterstützt durch Kräfte der Bereitschaftspolizei.
Insgesamt wurden 179 Fahrzeuge überprüft. In zehn Fällen bestand der Verdacht des Fahrens unter berauschenden Mitteln – acht davon im Zusammenhang mit Cannabis, ein Fall mit synthetischen Drogen und ein weiterer unter Alkoholeinfluss. Entsprechende Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren wurden eingeleitet, die Weiterfahrt jeweils untersagt.
Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte weitere Straftaten fest, darunter Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Verstöße gegen den Versicherungsschutz. Eine Person wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen.
Zusätzlich wurden mehrere Ordnungswidrigkeiten wegen Handy- und Geschwindigkeitsverstößen sowie unzulässiger technischer Veränderungen an Fahrzeugen geahndet. In letzteren Fällen wurde die Weiterfahrt unter Auflagen gestattet.
In vier Fällen erkannten die Beamten bereits vor Fahrtantritt Alkohol- oder Drogeneinfluss und verhinderten so mögliche Trunkenheitsfahrten.
Die Polizei betont, dass Alkohol, Drogen, überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung weiterhin zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählen. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir Gefahren frühzeitig erkennen und wirksam gegensteuern können. Jeder Verzicht auf Alkohol oder Drogen am Steuer sowie jede vermiedene Ablenkung erhöht die Verkehrssicherheit“, so der Leiter der Polizeiinspektion Simmern, Dennis Litz.
Die Polizei wird auch künftig entsprechende Maßnahmen treffen, um die Verkehrssicherheit weiter zu stärken.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 19296 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 18308 auf 17709 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 15189 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 13125 auf 12968 sank und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2171 auf 2221 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3396 auf 3798. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
| Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt








