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Konz: Polizeieinsatz nach Spielzeuggewehren

Mehrere Personen bedrohen sich mit täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffen in Konz, Polizei warnt vor extrem gefährlichen Situationen.

Foto: Depositphotos

Konz (ost)

Am gestrigen Abend, am Mittwoch, dem 17. Mai, gegen 19:30 Uhr, informierte ein Zeuge die Polizei über mehrere Personen, die in der Max-Planck-Straße in Konz Schusswaffen haben. Zwei Männer sollen sich laut Bericht mit Gewehren bedrohen, es wurden auch Schüsse gehört.

Unverzüglich wurden Polizeikräfte verschiedener Dienststellen in Schutzausrüstung zum Einsatzort geschickt. Die vermeintlich bewaffneten Personen hatten sich in der Zwischenzeit in ein nahegelegenes Gebäude zurückgezogen. Nach Aufforderung durch die Polizei kamen schließlich drei Männer freiwillig aus dem Gebäude, wo sie von Einsatzkräften ohne Widerstand festgenommen wurden.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei den Gewehren um sogenannte Gel Blaster handelte, also täuschend echte Spielzeugwaffen, die Gelkugeln abfeuern und in diesem Fall auch Schussgeräusche erzeugten. Die vermeintliche Bedrohungslage war nach Angaben der beiden 31- und 16-jährigen Beteiligten lediglich ein Spiel. Der dritte Mann scheint nach ersten Erkenntnissen nicht an dem „Spiel“ beteiligt gewesen zu sein. Neben den Spielzeugwaffen führte der 31-Jährige auch eine Schreckschusspistole mit sich, für deren Führung er nicht die erforderliche Erlaubnis hatte. Auch das Mitführen von täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffen, sogenannten Anscheinswaffen, ist in der Öffentlichkeit verboten. Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Neben den rechtlichen Konsequenzen kann das Mitführen von Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit zu äußerst gefährlichen Situationen führen. Die Polizei geht bei einer solchen Meldung grundsätzlich von einer realen Gefahr durch scharfe Schusswaffen aus und reagiert entsprechend. Es kann durchaus auch zur Androhung oder letztlich zum Einsatz von Dienstwaffen kommen. Die Polizei fordert daher dringend dazu auf, täuschend echt aussehende Waffen niemals „im Spaß“ in der Öffentlichkeit zu tragen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Mordraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 68 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 56 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle entspricht in beiden Jahren der Anzahl der registrierten Fälle. Insgesamt gab es 148 Verdächtige, wobei die Mehrheit männlich war. 2022 waren 71 der 80 Verdächtigen männlich, während es 2023 54 von 68 waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 68 56
Anzahl der aufgeklärten Fälle 67 56
Anzahl der Verdächtigen 80 68
Anzahl der männlichen Verdächtigen 71 54
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 9 14
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 34 26

Quelle: Bundeskriminalamt

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