Die Fallzahlen gehen zurück. Im Jahr 2025 wurden 12.343 Straftaten erfasst, ein Rückgang um 1.329 Fälle im Vergleich zum Vorjahr.
Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Trier 2025

Trier (ost)
1. Einleitung
Auch im Jahr 2025 wurde die Kriminalitätsrate im Bereich der Polizeiinspektion Trier beobachtet und bewertet, wobei ein erfreulicher Trend zu verzeichnen ist: Die Anzahl der Fälle nimmt in einigen Bereichen ab. Im Weiteren werden diese Entwicklungen skizziert, wobei spezifische Deliktfelder untersucht und mögliche Erklärungsansätze dargestellt werden.
2. Überblick über die Kriminalitätsentwicklung
2.1. Entwicklung der Fallzahlen
Die Anzahl der erfassten Fälle bei der Polizeiinspektion Trier ist im Jahr 2025 mit insgesamt 12.343 Straftaten erneut rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 1.329 Straftaten (9,72 %) im Vergleich zum Jahr 2024 (13.672 Fälle). Diese Entwicklung ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Einerseits wurde 2024 durch die Legalisierung von Cannabis das Aufkommen von Straftaten nach dem BtMG deutlich reduziert, andererseits fand durch die Einführung der Zentralen Anzeigenbearbeitung bei der Kriminaldirektion Trier eine Verschiebung der Zuständigkeiten statt, wodurch Fälle aus der Onlinewache nun vermehrt direkt bei der Kriminaldirektion bearbeitet werden. Es sei angemerkt, dass der zunehmende Gebrauch der Onlinewache ein wichtiger Faktor dafür ist, dass Straftaten überhaupt der Polizei gemeldet werden. Sie stellt ein einfaches und effektives Instrument für Bürger dar, um Sachverhalte schnell und unkompliziert zu melden. Im Folgenden werden Erklärungsansätze zu ausgewählten Deliktsfeldern präsentiert.
2.2. Aufteilung der Straftaten nach ausgewählten Fallgruppen
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.920 Fälle von Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit erfasst, was einem Rückgang von 117 Fällen (oder 5,74 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In der Kategorie der einfachen Körperverletzungsdelikte, die in die Zuständigkeit der örtlichen Polizeiinspektion Trier fallen, ging die Anzahl der Fälle von 1367 im Jahr 2024 um 7,32 % genau um 100 Fälle auf 1267 zurück. Bei den gefährlichen Körperverletzungen hingegen stieg die Anzahl nach einem rückläufigen Trend in den beiden Vorjahren leicht von 315 (2024) auf 320 (2025) erfasste Straftaten (+5 oder 1,59 %). Somit ist ein Rückgang bei den einfachen Körperverletzungen zu beobachten, während die „qualifizierten“ Körperverletzungen leicht anstiegen. Im Bereich der Diebstähle ohne erschwerende Umstände konnte im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr (2024: 2675 Fälle) ein Rückgang um 230 Fälle auf 2445 Fälle verzeichnet werden, was einer Reduktion von 8,60 % entspricht. Ein großer Teil aller Diebstahlsdelikte entfällt auf Ladendiebstähle. Die Gesamtanzahl der einfachen Diebstahlsdelikte in Einzelhandelsgeschäften ist ebenfalls im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gesunken (1029 Fälle im Jahr 2024 gegenüber 913 Fällen im Jahr 2025). Die zunehmenden Sicherheitsmaßnahmen in den Geschäften dürften sich positiv auf die Fallzahlen auswirken. Zusätzlich werden Sachbeschädigungen betrachtet. Die Anzahl der Delikte ist – wie im Vorjahr- erneut gesunken, von 1080 Sachbeschädigungen im Jahr 2024 auf nunmehr 970 Fälle, was einem Rückgang von 10,19 % entspricht. Auch die Sachbeschädigungen an Fahrzeugen sind von 408 Fällen im Jahr 2024 um 20,59 % auf 324 Fälle im Jahr 2025 gesunken. Im Bereich der Sachbeschädigungen waren keine Seriendelikte wie im Vorjahr erkennbar, obwohl die Ermittlung von Tatverdächtigen weiterhin erschwert ist.
2.3. Tatverdächtige
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 6.489 Tatverdächtige ermittelt. Dies bedeutet einen Rückgang um 888 ermittelte Tatverdächtige im Vergleich zum Jahr 2024 mit 7377 Tatverdächtigen, was mit dem Rückgang der Fallzahlen insgesamt korreliert.
2.4. Aufklärungsquote (AQ)
Die Aufklärungsquote bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Im Jahr 2025 wurde eine Aufklärungsquote von 70,8 % erreicht, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Aufklärungsquote betrug im Jahr 2024 71,2 %. Trotz des leichten Rückgangs ist die weiterhin hohe Quote ein Ergebnis der engagierten und professionellen Arbeit der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Polizeiinspektion Trier. Es sei angemerkt, dass Hinweise aus der Bevölkerung oft dazu beitragen, Straftaten aufzuklären. Die Bereitschaft der Bevölkerung, die Polizei zu unterstützen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Polizeiarbeit.
Quelle: Presseportal








