Vier erfolgreiche Betrugsfälle im Juli: 310.000EUR erbeutet durch perfide Masche mit erfundenen Autounfällen und medizinischen Notfällen.
Landkreis Birkenfeld: Telefonbetrug im Kreis Birkenfeld

Birkenfeld, Herrstein, Idar-Oberstein (ost)
Innerhalb von nur 14 Tagen fielen Telefonbetrüger im Kreis Birkenfeld vier Mal auf ihre hinterhältige Betrugsmasche herein. Zwei Mal wurde die Verbandsgemeinde Herrstein, einmal Birkenfeld und einmal Idar-Oberstein getroffen. Insgesamt wurden bei diesen Vorfällen etwa 310.000 Euro erbeutet. Die Geldbeträge wurden in bar, Schmuck und Gold übergeben.
In zwei Fällen nutzten die unbekannten Täter die mittlerweile weit verbreitete Masche des fingierten schweren Autounfalls: Es wurde behauptet, dass eine hohe Kaution erforderlich sei, damit das angeblich unfallverursachende Kind oder Enkelkind nicht ins Gefängnis muss. Die anderen beiden Male wurde angeblich eine dringende, kostspielige medizinische Behandlung für einen nahen Verwandten als Grund für die Zahlung angegeben. Weitere Vorfälle ereigneten sich im gleichen Zeitraum auch in benachbarten Gebieten, unter anderem in Richtung Trier und Bad Kreuznach. Es gab unzählige Versuche, die letztendlich jedoch von den Betroffenen als Betrug erkannt wurden.
Nicht betroffene Personen fragen oft vorwurfsvoll, warum trotz der ständigen Berichterstattung immer noch so viele Menschen auf diese Betrugsmasche hereinfallen. Dies liegt in der Regel weniger an den Opfern, sondern daran, dass die Betrüger äußerst professionell, psychologisch geschickt und mit modernster Technik vorgehen. Sie agieren äußerst raffiniert und setzen enormen Druck auf, sodass die überrumpelte Person am anderen Ende der Leitung im Schockmoment nicht mehr klar denken kann.
Es tritt mittlerweile häufig auch ein zusätzliches Phänomen auf, das ebenfalls Teil der Betrugsmasche ist: Nach dem Vorfall meldet sich angeblich die Polizei oder ein Anwalt erneut, zeigt Mitgefühl und erklärt, dass die gestohlenen Gegenstände wieder beschafft werden können. Dafür seien jedoch weitere Zahlungen erforderlich. Auch dieser zweite Anruf ist ein Betrugsversuch! Legen Sie auf, rufen Sie die Notrufnummer 110 an und informieren Sie die echte Polizei.
So können Sie sich vor Telefonbetrug schützen:
Quelle: Presseportal








