Zwei Radfahrer wurden bei Unfällen verletzt, weil sie die vorgeschriebene Fahrtrichtung nicht einhielten. Die Polizei warnt vor den Gefahren und regelwidrigem Verhalten im Straßenverkehr.
Limburgerhof: Zwei Radfahrer – Unfälle mit verletzten Personen

Speyer (ost)
Um die Mittagszeit herum fuhr eine 34-jährige Autofahrerin gegen 11:55 Uhr die Industriestraße in Richtung des Industriegebiets entlang. Als sie links auf das Gelände einer örtlichen Bäckerei abbiegen wollte, übersah sie den 59-jährigen Radfahrer auf einem Rennrad, der von links kam, und kollidierte mit ihm im Einmündungsbereich. Der Radfahrer stürzte und verletzte sich leicht am Knie mit Schürfwunden. Sowohl gegen die Autofahrerin als auch gegen den Radfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Radfahrer wird auch mit den Konsequenzen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens konfrontiert, da er den Gehweg in „falscher“ Richtung benutzte.
Am Nachmittag gegen 14:20 Uhr kam es schließlich zu einer Kollision zwischen zwei Radfahrern auf einem Radweg in der Wormser Landstraße. Auch hier fuhr eine 44-jährige Radfahrerin aus Limburgerhof entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf dem Radweg und stieß mit einem 68-jährigen Radfahrer aus Speyer zusammen. Beide stürzten, wobei der Speyerer wahrscheinlich eine Fraktur am linken Handgelenk erlitt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrrädern entstanden zudem leichte Sachschäden.
Die Polizei Speyer betont erneut, dass auch für Radfahrer die vorgeschriebenen Fahrtrichtungen gelten. Wenn Radwege neben der Fahrbahn in beide Richtungen verlaufen, müssen sie in der vorgegebenen Fahrtrichtung genutzt werden. Wenn keine Radwege vorhanden sind, müssen Radfahrer die Fahrbahn benutzen. Das Radfahren auf dem Gehweg ist grundsätzlich untersagt. Nur Kinder unter 10 Jahren oder Erwachsene mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ dürfen den Gehweg in Schrittgeschwindigkeit benutzen. Ein Radweg darf nur in beide Richtungen genutzt werden, wenn er entsprechend freigegeben ist. Die Missachtung dieser Regeln führt regelmäßig zu Unfällen mit teilweise schweren Verletzungen. Es wird empfohlen, als Radfahrer im Straßenverkehr immer einen Helm zu tragen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 140.161 Verkehrsunfälle in Rheinland-Pfalz. Davon waren 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5.625 Fälle aus, was 4,01% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 897 Fällen oder 0,64% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 120.009 Fälle oder 85,62%. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








