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Ludwigshafen: Bankmitarbeitende im Präventions-Webinar

Mehr als 600 Bankangestellte nahmen an einem Webinar teil, um sich vor Telefonbetrug zu schützen. 86 Prozent haben bereits Erfahrungen mit betrügerischen Anrufen im beruflichen Umfeld gemacht.

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Foto: Presseportal.de

Ludwigshafen (ost)

86 Prozent der Befragten haben bereits Erfahrungen mit Telefonbetrug in ihrem beruflichen Umfeld gemacht.

Das Webinar “Telefonbetrug – Erkennen – Handeln – Schützen” stieß erneut auf großes Interesse, mit über 600 Bankmitarbeitern aus dem ganzen Bundesgebiet, die live zugeschaltet waren. Fast 700 Mitarbeiter von Banken und Sparkassen hatten sich für das einstündige Online-Event der Zentralen Prävention des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt RLP und der Medienanstalt RLP angemeldet.

Dies war bereits die fünfte Veranstaltung dieser Webinarreihe. Insgesamt konnten bislang mehr als 2.500 Bankmitarbeiter bundesweit erreicht und für den Umgang mit betrugsgefährdeten, insbesondere älteren Kunden sensibilisiert werden.

Das Ziel des Webinars ist es, Mitarbeiter in den Bereichen Beratung, Service, Kasse, Zahlungsverkehr und Kundencenter dabei zu unterstützen, betrugsgefährdete Kunden frühzeitig zu erkennen und im richtigen Moment angemessen zu handeln. Im Fokus stehen aktuelle Betrugsmaschen, psychologische Täterstrategien, typische Warnsignale sowie ein klarer Handlungsrahmen: Ansprechen – Nachfragen – Verzögern – Alarmieren.

Eine Live-Umfrage während des Events zeigte, wie relevant das Thema für Banken ist. 86 Prozent der Teilnehmer gaben an, bereits selbst mit einem Betrugsfall in Kontakt gewesen zu sein oder dass ein Verdachtsfall bereits im eigenen Team diskutiert wurde. Telefonbetrug ist somit für die meisten Bankmitarbeiter keine abstrakte Bedrohung, sondern Teil ihrer beruflichen Realität.

Dies zeigt auch die bereits hohe Sensibilität und die ausgezeichnete Präventionsarbeit der Banken und Sparkassen. Deren Mitarbeiter sind oft die letzte Verteidigungslinie, bevor Bargeld, Wertgegenstände oder andere Vermögenswerte in die Hände der Täter gelangen. Das Webinar soll daher die bestehenden Strukturen nicht ersetzen, sondern die vorhandene Handlungskompetenz mit aktuellen polizeilichen Erkenntnissen und praxisnahen Gesprächsansätzen weiter stärken.

Auch das Feedback aus dem Live-Chat war positiv. Besonders gelobt wurden die Praxisrelevanz, die verständliche Darstellung und der unmittelbare Nutzen für den Arbeitsalltag.

Die hohe Beteiligung aus dem ganzen Bundesgebiet unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Präventionsarbeit von Polizei und Banken. Das gemeinsame Ziel bleibt, Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen, erhebliche Vermögensschäden zu verhindern und insbesondere ältere Menschen wirksam vor den professionellen Manipulationsstrategien der Täter zu schützen.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz sind zwischen 2022 und 2023 gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wobei 1927 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 1377, darunter 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland registriert – 22125.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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