Drogenvortest positiv auf Kokain – Mann muss Blutprobe abgeben und vorübergehend sein Gefährt abgeben. Drogen im Straßenverkehr gefährden Leben und können zu Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen führen.
Ludwigshafen: Unter Drogeneinfluss unterwegs
Ludwigshafen (ost)
Beamte der Polizei Ludwigshafen führten am Donnerstagmittag (31.07.2025, 13:30 Uhr) eine Kontrolle an einem Mann durch, der auf der Kanalstraße mit einem motorisierten Dreirad unterwegs war. Während der Kontrolle wurden Anzeichen für einen vorherigen Drogenkonsum festgestellt. Ein Drogenschnelltest war positiv für Kokain. Daher brachten die Polizisten den Mann zur Polizeiwache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Sein Fahrzeug darf er vorerst nicht mehr führen, bis er wieder nüchtern ist.
Personen, die Drogen wie Alkohol, bestimmte Medikamente oder illegale Drogen konsumiert haben und am Straßenverkehr teilnehmen, setzen nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr. Selbst kleine Mengen können zu Beeinträchtigungen und Fehlverhalten führen. Wer unter dem Einfluss von illegalen Drogen wie Cannabis, Heroin, Morphin, Kokain, Amphetamin oder Ecstasy ohne offensichtliche Beeinträchtigungen am Straßenverkehr teilnimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldstrafe von bis zu 1.500 Euro und einem Fahrverbot von einem bis drei Monaten rechnen.
Wenn drogenbedingte Fahrfehler, die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar ein Verkehrsunfall hinzukommen, handelt es sich um eine Straftat (§ 316 StGB: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe, § 315c StGB: Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe).
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle erfasst, wovon 18308 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 15296, wobei 13125 männlich und 2171 weiblich waren. 3396 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 19296 Fälle registriert, von denen 17709 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 15189, mit 12968 männlichen und 2221 weiblichen Verdächtigen. 3798 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt